Faszination Kanada

Exklusiv: Die 13 ultimativen Sehenswürdigkeiten in Kanada

Highlights im zweitgrößten Land der Erde, die ihr nicht versäumen dürft

Kanada, das zweitgrößte Land der Erde mit seiner Ausdehnung von Ozean zu Ozean, vom Atlantik zum Pazifik, vom Eismeer zur Grenze zu den USA bietet mit seinen verschiedenartigsten Landschaften, seinen Städten, seiner Kultur viele Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gilt. Wir haben euch 13 dieser Highlights ausgesucht, von denen wir der Meinung sind, die dürft ihr auf keinen Fall versäumen.


Der Icefields Parkway mit dem Columbia Icefield

Unterwegs auf dem Icefields Parkway im Sommer. Foto edb3_16/Stockfoto
Unterwegs auf dem Icefields Parkway im Sommer. Foto edb3_16/Stockfoto

Das 230 Kilometer lange, Icefields Parkway genannte Teilstück des Highway 93 gilt als die schönste Fernstraße der Welt. Ein landschaftlicher Höhepunkt folgt dem anderen und man könnte sich Wochen aufhalten und würde immer wieder Neues entdecken. Der grandiosen Bergkulisse der Rocky Mountains entlang reihen sich beeindruckende Sehenswürdigkeiten, allen voran das Columbia Icefield. Dieses rund 325 Quadratkilometer große Eisfeld ist das größte seiner Art südlich des Polarkreises. Das 100 bis 350 Meter mächtige Columbia Icefield wird bis jetzt mit jährlich bis zu sieben Metern Schneefall gespeist, allerdings macht sich auch hier der Klimawandel bemerkbar. Das Eisfeld nährt große Gletscher wie den Athabaska-, den Columbia- und den Saskatchewan-Gletscher. Das Columbia Icefield speist auch Flüsse, die aufgrund der Lage des Icefields auf der kontinentalen Wasserscheide in verschiedene Richtungen abfliessen. Ein Teil des Columbia Icefield ist vom Icefields Parkway sichtbar. Ein Abstecher lohnt auf jeden Fall, auch wenn es in den Sommermonaten oft überlaufen ist.

Fährt man den Icefields Parkway von Lake Louise nach Jasper, dann kommt man an zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem Bow Pass, einer der höchste Punkte des Parkway auf seinem Weg durch die Nationalparks, dem Peyto Lake, dem Mistaya Canyon, den Sunwapta und Athabasca Falls und dem Horseshoe Lake vorbei.

Der Kluane National Park and Reserve

Blick auf den Kaskawulsh Glacier im Kluane National Park, Yukon. Foto sunsinger/Stockfoto
Blick auf den Kaskawulsh Glacier im Kluane National Park, Yukon. Foto sunsinger/Stockfoto

Der Kluane National Park and Reserve ist ein im südwestlichen Yukon Territorium gelegener National Park mit einer Fläche von 22.016 Quadratkilometern, also fast zehnmal so groß wie das Saarland. Im Kluane National Park and Reserve befindet sich auch der höchste Berg Kanadas, der Mount Logan (5959 Meter). Insgesamt 82 Prozent des Kluane National Park and Reserve sind vom Kluane Icefield bedeckt. Der Park ist der größte im Yukon und der viertgrößte in Kanada. Den Zusatz „Reserve“ trägt der Park, da den am und im Park lebenden First Nations Sonderrechte bei der Nutzung des Parks eingeräumt wurden. Die First Nations sind auch an der Verwaltung des Parks beteiligt. Im Jahr 1979 wurde der Park gemeinsam mit dem US-amerikanischen Wrangell-St.-Elias-National Park zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Dieses wurde im Jahr 1992 um den US-amerikanischen Glacier-Bay-National Park und im Jahr 1994 um den kanadischen Tatshenshini-Alsek Provincial Park ergänzt.

Der CN Tower mit dem Edge Walk

Blick auf die Skyline von Toronto mit dem stadtbildprägenden CN Tower. Foto mike_green/Stockfoto
Blick auf die Skyline von Toronto mit dem stadtbildprägenden CN Tower. Foto mike_green/Stockfoto

Mit seinen 553 Metern Höhe war der CN Tower in Toronto von 1975 bis 2009 der höchste Fernsehturm der Welt. Bis 2007 war er zugleich das höchste freistehende,nicht abgespannte Bauwerk der Welt. In nur 40 Monaten wurde das Bauwerk mit seinen Ebenen, seiner Aussenplattform und dem sich drehenden Restaurant gebaut, eine ingenieurstechnische Meisterleistung, die 1995 mit der Aufnahme in die Liste der Sieben Wunder der modernen Welt belohnt wurde. Bis zu zwei Millionen Menschen besuchen jedes Jahr das Wahrzeichen der Stadt Toronto.

Nervenkitzel, Abenteuer und eine besondere Sicht über die Stadt bietet der EdgeWalk auf dem CN Tower. In 359 Metern Höhe geht es gesichert am 150 Meter langen Führungsring einmal rund um den Turm. Ein genialer 360 Grad Rundumblick über die größte Stadt Kanadas, den Ontariosee und seine Inseln entschädigt den überdurchschnittlich hohen Adrenalinausstoss. Vorwärts oder rückwärts über dem Abgrund hängend eröffnen sich neue Gefühlswelten. Übrigens, für alle verlobten und verliebten Paare. Heiraten geht auch auf dem EdgeWalk, Brautpaar und acht weitere Hochzeitsgäste erwarten ein besonderes Ja-Wort. Für 6000 Can-Dollar plus Steuern ist man dabei. Na, wer ist mit dabei?

Die Bay of Fundy und die Hopewell Rocks

Die Hopewell Rocks in der Bay of Fundy. Foto vincentstthomas/Stockfoto
Die Hopewell Rocks in der Bay of Fundy. Foto vincentstthomas/Stockfoto

Die Bay of Fundy, die zwischen den beiden Atlantik-Provinzen Nova Scotia und New Brunswick am Golf von Maine eingebettet ist, ist sicherlich eines der Naturwunder dieser Erde. Die Bay of Fundy ist 220 Kilometer lang und 60 Kilometer breit, ihr Tidenhub von bis zu 21 Metern ist einzigartig. Die Bay of Fundy ist geteilt, so befindet sich im westlichen Teil die Passamaquoddy-Bucht, sie liegt zwischen dem US-Bundesstaat Maine und der kanadischen Provinz New Brunswick. Am Ende der Passamaquoddy-Bucht läuft die Bucht in die Chignecto-Bucht und den Minas Kanal aus, ihm schliesst sich das Minas-Becken an. In diesem Becken gibt es die höchsten Tidenunterschiede der Welt, die bei normalem Hochwasser ungefähr 13, bis Springflut bis zu 16 Meter betragen. Bei starkem Sturm kann der Tidenhub bis 21 Meter betragen. 1869 wurden bei einem solchen Sturm 21,6 Meter gemessen.

Die Bay of Fundy ist berühmt für ihre Felsformationen wie die Hopewell Rocks am Hopewell Cape in New Brunswick. Die beeindruckenden und rauen Felsformationen, die zum Rocks Provincial Park gehören, stehen zweimal am Tag unter Wasser, zweimal kann man sie bei Ebbe vom Meeresboden aus betrachten. In der Bucht kann aufgrund des Nahrungsreichtums eine vielfältige maritime Tierwelt beobachtet werden, darunter Glatt-, Buckel- und Minkwale. Es gibt Vorkommen an Heringen, Hummer, Muscheln und Lachsen, die in der Bay of Fundy in Aquakulturen gezüchtet werden. An Vögeln kommen unter anderem Papageitaucher, Wanderfalken, Weißkopfseeadler und Seeschwalben sowie in Zeiten des Vogelzuges Strandläufer vor.

Der Tidenhub der Bay of Fundy wird auch wirtschaftlich genutzt. Seit dem Jahr 1984 erzeugt ein Gezeitenkraftwerk Strom mit einer Leistung von 18 Megawatt.

Vancouver, die Perle am Pazifik

Vancouver Skyline mit Hafen. Foto pandionhiatus3/Stockfoto
Vancouver Skyline mit Hafen. Foto pandionhiatus3/Stockfoto

Vancouver, die Perle am Pazifik ist in allen Rankings als eine der schönsten Städte der Welt gelistet. Für viele Menschen ist sie die Schönste. Mit knapp 2,5 Millionen Einwohnern ist Metro Vancouver die größte Metropolregion Westkanadas und nach Toronto und Montreal die drittgrößte Kanadas. Vancouver selbst hat 631.486 Einwohner (Stand: 2016). Das moderne Vancouver ist ein Dienstleistungszentrum und ein Touristenmagnet. Der Hafen der Stadt ist der größte des Landes und der wichtigste Umschlagplatz von Exportgütern in Nordamerika, er profitierte wie kein anderer von der Eröffnung des Panamakanals. Was viele nicht wissen, Vancouver ist nach Los Angeles und New York der drittwichtigste Standort der nordamerikanischen Filmindustrie, was der Stadt den Spitznamen „Hollywood North“ einbrachte.
Mit der Durchführung der XXI. Olympischen Winterspiele war Vancouver mach Montreal und Calgary die dritte kanadische Stadt in der Olympische Spiele stattfanden.
Vancouver ist eine junge Stadt die moderne und architektonisch besondere Gebäude wie die Vancouver Public Library oder das zeltartige Gebäude Canada Place prägen. In Verbindung mit der sie umgebenden Landschaft wird aus der Metropole am Pazifik eine strahlende Perle.

Eine Übersicht mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Vancouver haben wir hier zusammengestellt.

Dawson City

Panoramablick auf Dawson City mit der Mündung des Klondike River in den Yukon River. Foto Dajkramer/Stockfoto
Panoramablick auf Dawson City mit der Mündung des Klondike River in den Yukon River. Foto Dajkramer/Stockfoto

Keine andere Siedlung ist so sehr mit dem Großen Klondike Goldrausch verbunden wie die 1896 gegründete und nach dem Geologen George Mercer Dawson benannte Siedlung. Dawson City, an der Mündung des Klondike River in den Yukon River gelegen ist heute mit ungefähr 1350 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Yukon Territorium, die bis 1953 auch Hauptstadt war. 1898 war Dawson City, das damals nur über den White Pass oder den Chilkoot Trail und anschliessend mit dem Boot auf dem Yukon River erreichbar war, mit über 40.000 Einwohnern die größte Stadt westlich von Winnipeg und nördlich von Seattle. Allerdings wurden es nach Abflauen des Goldrausches immer weniger Menschen, 1902 lebten nur noch 5000 dort. Heute ist Dawson City ein sehenswertes Freilichtmuseum, zahlreiche Gebäude aus der Goldgräberzeit wurden liebevoll innen und außen restauriert und zeigen die damalige Welt. In dem historischen Bezirk, in dem sich die Gebäude befinden, gelten strenge Bauvorschriften, die den Erhalt des Ensembles garantieren. Neubauten müssen im historischen Stil errichtet werden. In und um Dawson City kann die Zeit des Großen Klondike Goldrausches realitätsnah erlebt werden, die Blockhütten der berühmten Schriftsteller Robert W. Service und Jack London können besichtigt werden, man kann sich als Goldwäscher versuchen, den Raddampfer S.S. Keno besuchen, im Spielkasino Diamond Tooth Gertie’s sein Glück versuchen, die riesige Dredge #4 entdecken und die Wildnis rund um die Stadt erleben. Dawson City ist jährlich Halt beim Yukon Quest, dem härtesten Hundeschlittenrennen der Welt zwischen Whitehorse und Fairbanks (oder umgekehrt). Er ist der einzige Halt im Rennen an dem Proviant aufgenommen werden darf.
Übrigens kann Dawson City in Deutschland erlebt werden, im Themenpark „Yukon Bay“ im Zoo von Hannover sind einige Gebäude detailgetreu nachgebaut worden.

Quebec City

Quebec City Panorama mit dem Chateau Frontenac. Foto rabbit75_dep/Stockfoto
Quebec City Panorama mit dem Chateau Frontenac. Foto rabbit75_dep/Stockfoto

Die Hauptstadt der gleichnamigen frankophonen Provinz ist die zweitgrößte Stadt Quebecs und die elftgrößte Kanadas. Sie liegt am Nordufer des Sankt-Lorenz-Stroms, die markante Verengung des Stroms an dieser Stelle hat der Stadt ihren Namen gegeben. In der Sprache der Algonkin bedeutet Kebec „dort, wo sich der Fluss verengt“. Aufgrund der starken französischen Prägung auch in der Architektur gilt Quebec City als europäischste Stadt in Nordamerika. Der obere Teil der Stadt ist von Stadtmauern umgeben, die durch eine Zitadelle ergänzt wurden. Somit ist Quebec City die einzige befestigte Stadt in Nordamerika nördlich von Mexiko. Seit 1985 sind Altstadt und Befestigungsanlagen UNESCO Welterbe.

Der Cabot Trail

Bezaubernder Blick auf die Panoramastraße Cabot Trail auf Cape Breton Island in Nova Scotia. Foto VadimPetrov/Stockfoto
Bezaubernder Blick auf die Panoramastraße Cabot Trail auf Cape Breton Island in Nova Scotia. Foto VadimPetrov/Stockfoto

Als eine der schönsten Küsten-Panoramastraßen der Welt umrundet der 300 Kilometer lange Cabot Trail als Highway Cape Breton Island in Nova Scotia. Immer an der Atlantikküste entlang führt die Panoramastraße zwischen Cheticamp und Ingonish durch den Cape-Breton-Highlands-Nationalpark, verläuft entlang des Bras d’Or Lake und durch das Tal des Margaree River. Der Cabot Trail wurde nach dem venezianischen Entdecker John Cabot (Giovanni Caboto) benannt, der 1497 als erster Europäer Cape Breton Island erkundete.

Der Banff National Park

Traumhafter Sonnenuntergang am Vermilion Lake, Banff National Park. Foto a41cats/Stockfoto
Traumhafter Sonnenuntergang am Vermilion Lake, Banff National Park. Foto a41cats/Stockfoto

Naturwunder und seit 1984 UNESCO-Weltnaturerbe, ältester National Park Kanadas, zweitältester in Nordamerika und drittältester der Welt, dass sind die beeindruckenden Fakten für den 6641 Quadratkilometer Fläche umfassenden Banff National Park in den kanadischen Rocky Mountains. 1883 wurde beim Bau der Canadian Pacific Eisenbahn in einer Höhle eine heiße Quelle entdeckt an der die Ortschaft Banff entstand. Bereits zwei Jahre später, 1885 wurde der National Park gegründet. Innerhalb des Banff National Park entstanden drei Skigebiete, deren Namen auf der Zunge jedes Skifans zergeht: Sunshine Village, Mount Norquay und Lake Louise. Der Park ist berühmt für seine Tierwelt und seinem Tierreichtum. Elch, Dickhornschaf, Wapiti, Bergziege, Schwarz- und Grizzlybär sowie Wolf, Luchs und Koyote bewohnen das Habitat. Ein Großtier war lange verschwunden, der Bison. Durch Bejagung 1858 ausgerottet, wurde das edle Tier im Jahr 2017 wieder ausgewildert und vermehrt sich langsam wieder.

Die Niagarafälle

Die Niagarafälle im Panoramablick vom Skylon Tower aus gesehen. Foto igorzynik/Stockfoto
Die Niagarafälle im Panoramablick vom Skylon Tower aus gesehen. Foto igorzynik/Stockfoto

Sie sind eines der berühmtesten Naturschauspiele in Nordamerika, die Niagarafälle in Ontario und dem US-Bundesstaat New York. Eigentlich bestehen die Niagarafälle aus durch die Inseln Luna Island und Goat Island gespaltene drei Fälle, den American und Bridal Veil Falls und den Horseshoe Falls mit einer Kantenlänge von 670 Metern. Die American und Bridal Veil Falls befinden sich ausschließlich auf US-Amerikanischem Staatsgebiet, durch die Horseshoe Falls verläuft die Grenze zwischen den USA und Kanada. Den Namen der Fälle teilen sich auch die beiden Schwesterstädte Niagara Falls im US-Bundesstaat New York und Niagara Falls in der kanadischen Provinz Ontario. Über die Fälle stürzt der den Eriesee mit dem Ontariosee verbindende Niagara River mit Fallhöhen von 34 Metern bei den American Falls und 57 Metern bei den Horseshoe Falls. Durch das teilweise weiche Material, das der Niagara River durchfließt, wandern die Fälle bis zu 1,8 Meter pro Jahr in Richtung Eriesee. Allerdings wird die Erosion durch die massive Wasserentnahme oberhalb der Fälle für die Stromerzeugung deutlich verlangsamt. Die Niagarafälle bieten das ganze Jahr hindurch ein beeindruckendes Schauspiel, auch nachdem sie in den vergangenen Jahrzehnten von Kasino- und Hotelbauten fast erdrückt wurden. In kalten Wintern frieren die Fälle teilweise zu, durch die Gischt bilden sich pitoreske Eisskulpturen an Laternen und Geländern. Im Sommer werden die Fälle beleuchtet und an den Wochenenden werden Feuerwerke abgebrannt. Auch bietet sich ein Gang „behind the Falls“ an, durch einen Stollen gelangt man hinter die Horseshoe Falls.

Lunenburg

Das historische Lunenburg, Nova Scotia. Foto PiLens/Stockfoto
Das historische Lunenburg, Nova Scotia. Foto PiLens/Stockfoto

Ungefähr 90 Kilometer von Halifax, der Hauptstadt der Atlantik-Provinz Nova Scotia gelegen, liegt die älteste deutsche Siedlung Kanadas, Lunenburg. Die kleine Hafenstadt mit ihrer besonderen Holzarchitektur wurde von Protestanten aus der Pfalz und Württemberg sowie aus der Schweiz und Frankreich besiedelt, die ihre Heimat verliessen, nachdem sie dort ihre Religion nicht ausüben konnten. Die farbenfrohe Stadt mit ihren Fischerhäusern und Kapitänsvillen ist seit 1995 UNESCO-Weltkulturerbe. Bekannt ist die Stadt auch für seine Schiffswerften, in denen namhafte Schiffe wie das größte Holzschiff der Welt, die Rose und die Film Bounty für den Film „Meuterei auf der Bounty“ entstanden. Lunenburg war und ist Heimathafen für die Bluenose (gesunken 1946) und deren Nachbau, die Bluenose II. In Lunenburg befinden sich viele historische Gebäude wie das Lunenburg Opera House, die Zion Evangelical Lutheran Church, die St. Andrew’s Presbyterian Church sowie die 1754 erbaute anglikanische Kirche St. John, die im Jahr 2001 abbrannte und dank weltweiter Spenden wieder originalgetreu aufgebaut werden konnte.

Der Torngat Mountains National Park

Der Torngat Mountains National Park wurde erst im Jahr 2005 gegründet und ist einer von vier Nationalparks in der Provinz Newfoundland & Labrador. Der Park soll einen großen Teil der Gebirgslandschaft im Norden Labradors schützen. Der Torngat Mountains National Park befindet sich oberhalb der Baumgrenze, es gibt lediglich vereinzelt Schwarzfichten im Gebiet des Parks.
Der Torngat ist bekannt für seine beiden Herden Waldland-Karibus, im Park leben auch Wölfe, Eis- und Schwarzbären, Füchse und als deren Nahrung Lemminge, Wühlmäuse und Polarhasen. An Vögeln findet man das Alpenschneehuhn ebenso wie die beiden Entenarten Kragenente und Spatelente. Auch den Greifvögeln Sumpfohreule und Wanderfalke begegnet man im Torngat Mountains National Park. In den Meeresgewässern tummeln sich Zwerg-, Finn- und Buckewal sowie Seehund, Sattel-, Ringel- und Mützenrobbe.
Der Park wird von den Inuit verwaltet, die 1998 die Nunavik Tourism Association gründeten und später im Park verschiedene Aktivitäten wie die Jagd, das Rafting, Klettern und Mountainbikefahren durchsetzten. Mit ungefähr 600 Besuchern im Jahr ist der Tourismus für die Inuit zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden, es wurden Arbeitsplätze im Park geschaffen. Im Jahr 2014 wurde ein Bereich des National Parks, in dem von den alten Kulturen der wichtige Werkzeugstein Ramah Chert abgebaut wurde, zur National Historic Site of Canada ernannt.

Vancouver Island

Orcas vor der malerischen Kulisse von Vancouver Island. Foto JuRitt/Stockfoto
Orcas vor der malerischen Kulisse von Vancouver Island. Foto JuRitt/Stockfoto

Vancouver Island ist die größte Pazifikinsel Nordamerikas und das einzige kanadische Staatsgebiet südlich des 49. Breitengrades (Oregon Kompromiss), der im Westen Nordamerikas die Staatsgrenze zwischen den USA und Kanada festlegt. Vancouver Island, durch die Strait of Georgia, die Johnstone Strait und die Queen Charlotte Strait vom Festland getrennt ist mehr als 450 Kilometer lang und ungefähr 100 Kilometer breit, die Fläche beträgt 31.285 Quadratkilometer. Die Vancouver Island Ranges teilen die Insel in einen zerklüfteten etwas stürmischen Westteil und den gemäßigten Südteil, insgesamt herrscht jedoch ein mildes Klima vor, das zum Teil sehr regenreich ist. Auf Vancouver Island finden sich noch große zusammenhängende Küstenregenwälder, die jedoch von der Holzindustrie bedroht werden. Sowohl die Insel als auch die sie umgebenden Gewässer sind sehr tierreich. An Land finden sich Schwarzbär, Puma, Wolf, Bergziege, Elch, Kojote und Stinktier. Im Wasser diverse Fischarten wie Lachs sowie Meeressäuger wie Wale, Robben und Otter. Auf Vancouver Island leben ungefähr 750.000 Menschen.

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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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