Faszination Kanada

Die 11 Top Sehenswürdigkeiten in Quebec City, an denen kein Weg vorbeiführt

Québec City Stadtansicht

Die altehrwürdige frankophone Stadt am Sankt Lorenz Strom stellt sich vor

Herrlich am Ufer des Sankt-Lorenz-Strom und im Mündungsbereich des Rivière Saint-Charles sowie auf dem Hochplateau Colline de Québec gelegen, zeigt sich die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz von ihrer schönen, frankophonen Seite. Viele Sehenswürdigkeiten erwarten euch in der im Jahre 1608 gegründeten Stadt. Die 11 schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Quebec City, die ihr unbedingt gesehen haben müsst, stellen wir euch hier vor.

Vieux-Québec

Blick auf die historische Altstadt Quebecs, Vieux-Québec.
Blick auf die historische Altstadt Quebecs, Vieux-Québec.

Mit Vieux-Québec besuchen wir den historischen Stadtkern, die Altstadt von Québec City, die seit dem 3. Februar 1985 Welterbe der UNESCO ist. Seit 1963 ist die Altstadt als historischer Bezirk unter Schutz gestellt. Die Altstadt Québecs ist in die Oberstadt auf dem Plateau und die Unterstadt am Sankt-Lorenz-Strom aufgeteilt. Die Oberstadt ist von der einzigen erhaltenen Stadtbefestigung nördlich von Mexiko umgeben, einer 4,6 Kilometer langen Stadtmauer.

Die 1620 als Standort des Fort Saint-Louis gewählte Fläche bildet heute die Oberstadt. Neben dem Fort etablierte sich die Oberstadt schnell als Standort für das administrative und institutionelle Zentrum und Wohnzentrum für Adel und Bürgertum. Als die Briten das Zentrum eroberten, siedelte sich die Elite dort an. Nachdem über die Jahre viel Bausubstanz abgerissen und auch dem Verfall preisgegeben wurde, setzte in den 1970er Jahre eine Wiederbelebung ein. Heute ist die Oberstadt ein touristischer Anziehungspunkt mit einer für Nordamerika reichhaltigen und einzigartigen Architektur mit vielen markanten Gebäuden.

Einige Jahre älter ist die Unterstadt, die Habitation de Québec. Viel Bausubstanz wurde ebenfalls in den 1970er Jahren wiederhergestellt, restauriert, zurück gebaut und saniert. Allerdings nach der Methode, das französische Erbe zuerst; das britische und kanadische fiel fast komplett durch und wurde wegsaniert. Allerdings hat sich der Stadtteil Petit Champlain seinen ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt. Seit 1907 sind die Unterstadt und die Oberstadt durch die Standseilbahn, die Funiculaire du Vieux-Québec, miteinander verbunden.

Château Frontenac

Mächtig und stadtbildprägend, das Fairmont Le Château Frontenac Luxushotel im Herzen von Quebec City.
Mächtig und stadtbildprägend, das Fairmont Le Château Frontenac Luxushotel im Herzen von Quebec City.

Stadtbildprägend und eines der meistfotografierten Hotels der Welt, das ist das Fairmont Le Château Frontenac Luxushotel, wie das Château Frontenac mit vollem Namen heißt. Seit über 125 Jahren ist das schlossähnliche Gebäude, das 1893 für die Gäste der Canadian Pacific (CP) Railway eröffnet wurde, der Traum eines Luxushotels. Viele berühmte Menschen waren und sind in dem Luxusresort im Herzen Quebec Citys Gäste. Bis ins Jahr 1993 wurde das Hotel durch Ergänzungsbauten und Ergänzungen im Inneren wie mit einem Hallenbad und Fitness-Center sowie einer herrlichen Außenterrasse zu dem Luxushotel, das es heute im Besitz der Fairmont Hotels and Resorts Gesellschaft darstellt.

Seinen Namen hat das mächtige Gebäude von Louis de Buade, Graf von Frontenac, der von 1672 bis 1698 als extravaganter Gouverneur das Schicksal des damaligen Neufrankreichs lenkte. Sein Wappen findet man bis heute an der Außenwand und anderen Stellen des Hotels. Auch als Filmstar machte das Château Frontenac eine gute Figur. Im Hitchcock-Film „Ich beichte (I Confess)“ mit Montgomery Clift, Anne Baxter und Karl Malden in den Hauptrollen ist es mehrfach zu sehen und spielt in der Schlussszene eine wichtige Rolle.

Montmorency-Fall

Der 83 Meter hohe Montmorency-Fall ist eine der Touristenattraktionen im Umland von Quebec City.
Der 83 Meter hohe Montmorency-Fall ist eine der Touristenattraktionen im Umland von Quebec City.

Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sowohl im Sommer als auch im Winter ist der 83 Meter hohe Montmorency-Fall, der sich nordöstlich von Quebec City befindet. Rund 30 Meter höher als die Niagarafälle stürzt der Montmorency Fluss über den Fall fast direkt in den Sankt-Lorenz-Strom, in den er mündet. Auf den Fall hat man von oben auf der Suspension Bridge ebenso einen wunderschönen Blick wie von unten an der Basis, wo der Montmorency Fluss in den Strom mündet. Der Fluss und der Wasserfall sind nach Charles de Montmorency (*1537 † 1612), dem damaligen Admirals von Frankreich und der Bretagne benannt.

Von der Basis kann man mit einer Seilbahn zur obenen Ebene des Montmorency-Fall fahren, ist man gut zu Fuss kann man auch eine 1993 eröffnete Treppe nach oben nehmen. Im Winter ist der Wasserfall ein Mekka für Eiskletterer, denn große Teile an den Rändern sind dick gefroren.

Zitadelle von Québec

Die Zitadelle von Québec, Touristenattraktion und Heimat des Royal 22e Régiment der kanadischen Armee.
Die Zitadelle von Québec, Touristenattraktion und Heimat des Royal 22e Régiment der kanadischen Armee.

Die zwischen 1820 und 1832 erbaute Zitadelle ist ein an einer strategisch wichtigen Stelle in Québec City gelegenes Fort, das teilweise noch heute von der kanadischen Armee genutzt wird. Das Fort sollte die US-Amerikaner davon abhalten, den Sankt-Lorenz-Strom zu überqueren und nach Kanada einzudringen. Die Zitadelle von Québec wurde allerdings nie angegriffen.

In einem Teilbereich des Forts ist heute als Kaserne für das berühmte Royal 22e Régiment, das Königliche 22. Regiment, einem Garde- und Infanterieregiment eingerichtet. Teile der Kaserne und die Residenz des Generalgouverneurs sind öffentlich zugänglich und damit eine Touristenattraktion. Die Zitadelle von Québec ist sternförmig gebaut, so dass es eine komplette Sicht in alle Richtungen gibt.

Ein Kurzfilm zur Zitadelle von Québec

Petit Champlain

Das Petit Champlain, das vermutlich älteste Geschäftsviertel ganz Nordamerikas.
Das Petit Champlain, das vermutlich älteste Geschäftsviertel ganz Nordamerikas.

Das Quartier du Petit Champlain ist vermutlich der älteste Geschäftsbezirk Nordamerikas. Die Nachbarschaft, französisch Quartier ist nach dem Gründer der Stadt Québec, Samuel de Champlain benannt.

Berühmt ist das Rue du Petit-Champlain Wandbild auf der Hauswand der Hausnummer 102. Das 100 Quadratmeter große Bild zeigt Ausschnitte aus der Geschichte des Petit Champlain. Ebenfalls eine Sehenswürdigkeit ist die Breakneck Stair, die Halsbrecher-Treppe, die älteste Treppe Quebecs. Sie wurde 1635 erbaut, zwischenzeitlich aber oft restauriert und renoviert.

Petit Champlain ist ein lebendiges Viertel mit vielen Geschäften für Home Accessoires, Schmuck, feinen Düften. Es gibt Kunstgalerien, Modegeschäfte, Geschäfte für Süßigkeiten und regionale Spezialitäten aus Québec. Entertainment bieten die „Ghost Tours of Québec“ sowie das Théâtre Petit Champlain. Nach einem abwechslungsreichen Tag im Petit Champlain laden unzählige Restaurants und Bistros zu kulinarischem Genuß und Entspannen ein.

Abraham-Ebene – The Battlefields Park

Die Abraham-Ebene, die Plains of Abraham, das einstige Schlachtfeld ist heute ein wunderschöner Park.
Die Abraham-Ebene, die Plains of Abraham, das einstige Schlachtfeld ist heute ein wunderschöner Park.

Einst Schlachtfeld, heute einer der wenigen urbanen Nationalparks Kanadas. Die Rede ist von der Abraham-Ebene, den Plains of Abraham. Seinen Namen hat der Park vermutlich von Abraham Martin, einem Fischer und Flusslotsen, der hier einige Morgen Land besaß. Die riesige Fläche war im Jahr 1759 Schauplatz der Schlacht zwischen französischen und britischen Truppen. Heute ist die Abraham-Ebene ein friedvoller touristischer Anziehungspunkt und ein Veranstaltungsort für viele Sport- und Kulturveranstaltungen. Große und bekannte Künstler wie Paul McCartney, AC/DC, Elton John, Metallica, Bon Jovi, Céline Dion, Madonna und The Rolling Stones sind hier aufgetreten.

Der Park erstreckt sich über 98 Hektar Fläche auf der Hochebene bei der Zitadelle von Québec. Die Fläche ist in kleine Talmulden und Wälder gegliedert, auf ihm befinden sich zwei der drei noch erhaltenen Martello-Türme. Am Rande des Parks befindet sich auch das Musée national des beaux-arts du Québec, das Kunstmuseum der Provinz Québec, das in diesem Bericht ebenfalls beschrieben wird. Das Gelände befand sich im Laufe seiner Geschichte sowohl unter französischer als auch britischer Herrschaft. Bis heute soll der Park Anglokanadier und Frankokanadier einander versöhnen und näherbringen, was allerdings nur mühsam gelang und gelingt. Insbesondere Québecer Nationalisten erinnert die Abraham-Ebene an die Niederlage der Franzosen in der Schlacht von 1759.

Der Martello-Turm Nr. 1 im Battlefields Park. Foto Skarg/CC BY 2.5
Der Martello-Turm Nr. 1 im Battlefields Park. Foto Skarg/CC BY 2.5

Der alles umfassende Battlefields Park wurde im März 1908 durch Gesetz als Park gegründet. Im Park, der von Wander- und Spazierwegen durchzogen ist, informiert über die Geschichte der Fläche. Eine Sammlung von 50 historischen Artilleriegeschützen ist auf dem Gelände untergebracht. Der Battlefields Park wird von der National Battlefields Commission verwaltet. Auf dem Gelände des Parks befinden sich auch zwei der ehemals vier und heute noch drei erhaltenen Martello-Türme. Die Geschütztürme waren besonders gesichert, so waren die Eingangstüren in mehr als doppelter Manneshöhe von 4,5 Metern angebracht, man konnte nur über eine Leiter in den Turm gelangen. Sie waren jedoch nie im Kampfeinsatz und als die Artillerie mit gezogenen Läufen eingesetzt wurden, waren die Türme nicht mehr zeitgemäß, da ihre Geschosse die Mauern durchbrochen hätten.

Musée de la civilisation

Bei Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren gefunden: eine Schaluppe - Foto: Jessy Bernier, Perspective
Bei Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren gefunden: eine Schaluppe – Foto: Jessy Bernier, Perspective

Das Musée de la civilisation zeigt eindrucksvoll die Kultur- und Zivilisationsgeschichte Québecs, seiner Ureinwohner und der europäischen Besiedlung. In der Dauerausstellung „Le Temps des Québécois“ wird die Geschichte der Stadt Quebec dokumentiert. Hinzu kommen in dem Gebäude des israelischen Architekten Mosche Safdie und den weiteren Gebäuden wie das Maison Guillaume-Estèbe Wechselausstellungen zu verschiedenen Themen wie das Alte Ägypten, die Rolle des Goldes in Nordamerika und der Filmgeschichte befassen. Bei Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren wurden im Maison Guillaume-Estèbe eine Schaluppe aus der Mitte des 18. Jahrhunderts gefunden, die heute im Museum ausgestellt ist.

Notre-Dame de Québec

Die Basilika Notre-Dame de Québec, wie wir sie heute in Québec City besuchen können, stammt aus dem Jahr 1930. Vorgängerkirchen wurden im Krieg gegen die Briten zerstört oder brannten ab. Notre-Dame de Québec ist Sitz des Erzbistums. Der heutige Bau wurde in Anlehnung an die Vorgängerbauten im Stil des Klassizismus erbaut. Die Basilika hat zwei Türme, der südliche ist bis ins Dach ausgebaut, der nördliche endet als Stumpf. In der Kirche sind drei Orgeln eingebaut, alle stammen aus der Werkstatt der Orgelbauinstitution Casavant. In Notre-Dame de Québec sind vier Gouverneure des ehemaligen Neufrankreich sowie die Bischöfe und Erzbischöfe von Québec bestattet.

Aquarium du Québec

Im Aquarium du Québec leben auf 16 Hektar Fläche mehr als 10.000 Tiere aus 300 Arten. Der Ursprung und die Idee zum Bau des Aquariums geht auf das Jahr 1953 zurück. Im Jahr 1956 wurde es als Biologisches Zentrum eröffnet. Zunächst wurde das kommerzielle Potenzial von Lachs, Hummer und Aal erforscht, aber bereits im Jahr 1959 wurde ein Eingangsbereich und ein Restaurant erbaut und das Aquarium von Quebec für die Öffentlichkeit eröffnet. Schon im Jahr 1999 konnte der achtmillionste Besucher begrüßt werden. Die Sépaq wurde gegründet, sie kümmert sich um die Verwaltung und den Unterhalt von Aquarium und Zoologischem Garten von Quebec.

Das Aquarium du Québec beherbergt 300 Arten von Fischen, Krebstieren, Weichtieren, Reptilien, Amphibien, Vögeln und Meeressäugern mit über 10.000 Tieren, ist aber auf boreale und arktische Wildtiere spezialisiert. Vorgestellt werden der Ozean, die Küstenzonen des Meeres, Süß- und Salzwasser sowie die Mischwasserzonen des Sankt-Lorenz-Stroms. Die Attraktion sind die pazifischen und atlantische Walrösser, die sich in einer täglichen Show präsentieren.

Dufferin-Terrasse

Blick von der Dufferin Terrasse auf Québec. Foto Ville de Québec
Blick von der Dufferin Terrasse auf Québec. Foto Ville de Québec

Als markante Aussichtsterrasse ist die Dufferin-Terrasse eine Attraktion in Québec City. Hoch über dem Sankt-Lorenz-Strom gelegen, bietet die 430 Meter lange Terrasse einen tollen Ausblick auf die Stadt. Sie führt von der Zitadelle von Québec am Hotel Château Frontenac vorbei bis fast zum Place d´Armes. Am nördlichen Ende befindet sich die Bergstatation der Standseilbahn Funiculaire du Vieux-Québec. Am südlichen Ende der Dufferin-Terrasse ist im Winter eine 250 Meter lange Eisrutschbahn angelegt.

Place Royale

Der Place Royale, ältester Platz französischer Besiedlung in Québec City.
Der Place Royale, ältester Platz französischer Besiedlung in Québec City.

Der Place Royale markiert den Punkt der ältesten französischen Besiedlung Québecs. Damit ist der Place Royale die Wiege der französischen Zivilisation in Nordamerika, hier ließ Samuel de Champlain im Jahr 1608 einen befestigten Handelsposten errichten. Durch die britische Belagerung im Jahr 1759 wurde der Place Royale wie der Großteil der Stadt zerstört. Nachdem das Viertel lange vor sich hindämmerte, wurden in den späten 1960er und den 1970er Jahren umfangreiche Restaurierungsarbeiten vorgenommen, es wurde zurückgebaut und wiederaufgebaut. Allerdings kontrovers diskutiert, da die Gestaltung vorwiegend die französische Besiedlung dokumentiert, weniger die britische. Im Musée de la place Royale wird die Geschichte des Place Royale und seiner Anwohner dokumentiert.

Die 11 Top Sehenswürdigkeiten in Quebec City, an denen kein Weg vorbeiführt
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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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