Faszination Kanada

Die Top 10 der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Montreal

Diese zehn Highlights in Montreal darfst Du auf keinen Fall verpassen

Montreal, Kanadas zweitgrößte Stadt liegt traumhaft schön an den Ufern des mächtigen St. Lorenz Stromes und den Mündungsarmen des Ottawa River. Vielfältiges frankophones Leben, eine vielfältige Architektur, Kultur, tolle Restaurants, Parks, Museen, Kirchen und vieles mehr laden in die Stadt ein.

Wir stellen euch die besten 10 Sehenswürdigkeiten in Montreal vor, die ihr bei einem Besuch in der frankophonen Stadt unbedingt besuchen und entdecken müsst.

Notre-Dame de Montréal

Basilika Notre Dame de Montréal.
Basilika Notre Dame de Montréal.

Die römisch-katholische Basilika Notre-Dame de Montréal (Unsere Liebe Frau von Montréal) entstand von 1824 bis 1829 im neugotischen Stil und ist heute eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Montreal. Sie ersetzte die viel zu klein gewordene, mehrfach an- und umgebaute Pfarrkirche gleichen Namens. Interessant ist, dass mit James O’Donnell ein Protestant irischer Abstammung Architekt der Basilika war. Er trat jedoch kurz vor seinem Tod zum Katholizismus über, sein Grab ist das einzige in der Krypta von Notre-Dame de Montréal. Die Basilika findet ihr in der Altstadt an der Vieux Séminaire de Saint-Sulpice und gegenüber dem Place d’Armes.

Zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung war die Kirche die größte auf dem nordamerikanischen Kontinent nördlich von Mexico. Am 21. April 1982 wurde Notre-Dame de Montréal durch Papst Johannes Paul II. der Titel einer Basilica minor verliehen. Berühmt ist die Orgel von Casavant Frères, die sich über dem Eingang erhebt. Sie war, nachdem sie zwischen 1885 und 1891 installiert wurde, weltweit die erste elektrisch betriebene Orgel.

Place des Festivals

Montréal en Lumière. Foto: Frédérique Ménard-Aubin

Das Quartier des Spectacles ist seit über 100 Jahren ein beliebtes Ziel für Kultur und Unterhaltung in Montréal. Begonnen hat alles als Rotlichtviertel der Stadt, seine Geschichte reicht bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Ende des 19. Jahrhunderts zogen dann Lehranstalten wie das Collège Sainte-MArie und die Bibliothèque Saint-Sulpice in das Viertel. Es folgte das Theater Gesù, das 1865 eröffnete.

Weitere Theater und Kabaretts folgten, Montreal bekam den Ruf einer lebenslustigen Stadt, die viele Künstler anzog. Zu Zeiten der US-amerikanischen Prohibition zog das Viertel aber auch Kriminalität, Prostitution und illegale Spielbanken an. In den 1950er Jahren setzen sich dann Kultur und Unterhaltung durch, in den 1960er Jahren erlebten sowohl die Stadt als auch das Viertel eine stille Revolution durch eine beispiellose Modernisierung. Der Place des Arts, die U-Bahn mit drei Haltestellen sowie die Zentrale von Hydro-Québec wurden gebaut. Heute ist das Viertel der Herzschlag des öffentlichen Kulturlebens mit vielen Veranstaltungen. Unbedingt hingehen.

Old Montreal

Rue De la Commune, Old Montreal. Foto Tourisme Montréal/Diane Charron
Rue De la Commune, Old Montreal. Foto Tourisme Montréal/Diane Charron

Old Montréal (französisch: Vieux-Montréal) bezeichnet das alte, ursprüngliche erste Viertel Montréals. Es wurde im Jahr 1642 als Fort Ville-Marie gegründet und beherbergt heute viele Bauten aus der Zeit Neufrankreichs. Im beginnenden 18. Jahrhundert löste der Name Montréal, der den Berg Mont Royal bezeichnete, den Namen Fort Ville-Marie ab. Damit war die Siedlung zu einer französischen Kolonie geworden. Nach der Kapitulation Montréals und nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges wurden sowohl Montréal als auch der Rest Neufrankreichs britische Kolonie.

Montréal veränderte im Laufe der Jahre unter britischer Herrschaft insbesondere durch große Brände, die viele der damals aus Holz gebauten Häuser zerstörten, sein Gesicht. Neue Häuser wurden gebaut, das Rathaus von Montréal, die Basilika Notre de Montréal, die erste Feuerwache der Stadt, die heute als Centre d’histoire de Montréal bekannt ist. Nach und nach wurde die St. James Street zum Finanzzentrum von Montréal, mit großen Banken wie der Bank of Montréal und der Royal Bank, Versicherungsgesellschaften und der Börse.

Das Gesicht von Old Montréal veränderte sich im Laufe der Jahre immer weiter, auch zum Nachteil. So zogen viele Menschen weg, bald wohnten im alten Zentrum nur noch wenige Menschen. Dann besannen sich die Stadtplaner, revitalisierten das Viertel nach und nach. Touristen und neue Bewohner sorgten dafür, das Kultur und Stadt-, sowie das Nachtleben zurückkehrten. Große Summen wurden in den Erhalt der historischen Substanz und der Infrastruktur investiert. Plätze wurden neu gestaltet, durch ein Beleuchtungskonzept wurden die Fassadenstile zur Geltung gebracht. Das historische Erbe ist zugleich das wichtigste Kapital von Old Montréal.

Heute ist Old Montréal das wichtigste touristische Ziel der Stadt, mit seinen Kirchen, dem Bonsecours Market, den archäologischen Überresten der ersten Besiedlung der Stadt. Wichtiger Bestandteil ist der Alte Hafen, dessen maritime Einrichtungen sowie viele Museen und andere touristische Attraktionen ebenso viele Menschen anzieht wie der Kreuzfahrtterminal am Alexandra Pier. Ungefähr 50.000 Passagiere von großen Kreuzfahrtschiffen auf dem St. Lorenz-Strom erreichen von hier aus die Stadt. Ein wichtiger historischer Ort ist der Champ de Mars. Er ist einer der wenigen Orte Montréals an dem man Zeugnisse der frühere kolonialen Siedlungsgeschichte sehen kann.

Saint-Josephs-Oratorium

Saint Joseph's Oratory.
Saint Joseph’s Oratory.

Das Saint-Josephs-Oratorium (französisch: Oratoire Saint-Joseph du Mont-Royal) steht an exponierter Stelle südwestlich des Hausberges Montréals, dem Mont Royal. Die römisch-katholische Basilika, die in Form einer Kuppelkirche gebaut wurde, ist wie die Basilika Notre-Dame de Montréal eine Basilica minor. Die Kirche ist dem Heiligen Josef gewidmet und wird von vielen Pilgern als Wallfahrtskirche genutzt.

Der Sakralbau, an dem von 1924 bis 1967 gebaut wurde, ist die größte Kirche Kanadas und mit Platz für insgesamt 10.000 Menschen eine der größten der Welt. Die Kirche, die erhöht gebaut wurde, ist über eine Treppe mit 279 Stufen zu erreichen. Die Basilika verfügt über zwei Orgeln, die größere von beiden wurde von 1958 bis 1959 von Rudolf von Beckerath in Hamburg erbaut und im Jahre 1960 in der Basilika installiert. Sie ist ein Meisterwerk der Orgelbaukunst und zählt zu den zehn weltbesten Instrumenten dieser Art.

Mont Royal

Mont-Royal-Kreuz. Foto Mbruxelle/Bigstock
Mont-Royal-Kreuz. Foto Mbruxelle/Bigstock

Der Hausberg Montréals, der der Stadt seinen Namen gegeben hat, liegt auf der Île de Montréal. Die Rede ist vom Mont Royal (englisch Mount Royal), einer markanten Erhebung und Landmarke im Herzen der Stadt. Der Höhenzug umfasst drei Gipfel, den eigentlichen Mont Royal mit 233 Metern Höhe, den 211 Meter hohen Colline d’Outremont und dem Westmount mit 201 Metern.

Der Mont Royal ist nicht, wie viele meinen, ein erloschener Vulkan, er ist jedoch aus vulkanischer Aktivität und durch die Verschiebung der Nordamerikanischen Platte über den Neuengland-Hotspot entstanden. Das in Montréal vorkommende Mineral Montroyalit ist nach dem Mont Royal benannt.

Schon in früheren Zeiten standen auf dem Mont Royal Kreuze. Das aktuelle, stählerne Mont-Royal-Kreuz stammt aus dem Jahr 1924 und ist 31,5 Meter hoch. Nachts wird das Kreuz in unterschiedlichen Farben beleuchtet. In Nachbarschaft zum Mont-Royal-Kreuz steht der 63 Meter hohe Sendeturm Mont Royal.

Ein Highlight am Mont Royal ist der 190 Hektar große Parc du Mont-Royal, der von Frederick Law Olmsted angelegt wurde, der auch den New Yorker Central Park entworfen hat. Im Zentrum des Parks liegt der angelegte See Lac aux Castors. Weitere Anlagen rund um den Mont Royal sind zwei Friedhöfe angelegt, ebenso der Parc Jeanne-Mance. Von zwei Terrassen im Parc du Mont-Royal aus kann man das Stadtzentrum Montréals überblicken. Bei einer Terrasse findet sich das Chalet du Mont-Royal, am nördlichen Ende des Parks das George-Étienne-Cartier-Monument, ein Denkmal, das an den bedeutenden Politiker gleichen Namens erinnert. Weitere Sehenswürdigkeiten am Hausberg der Stadt sind unter anderem das Saint Josephs-Oratorium, die McGill University, das Stade Percival-Molson und die Villenviertel von Westmount und Outremont.



Marché Bonsecours

Marché Bonsecours.
Marché Bonsecours.

Die Geschichte der Marché Bonsecours ist vielfältig. Seit 1984 National Historic Site verwandelte sich das ab 1844 erbaute Gebäude von der Markthalle zum provisorischen Sitz des Parlaments der damaligen Provinz Kanada, vom Sitz der Stadtverwaltung zum Kulturzentrum in heutiger Zeit. Benannt wurde die Markthalle nach der Wallfahrtskapelle Notre-Dame-de-Bon-Secours, die in der Nachbarschaft der Halle steht.

Im Laufe seines Bestehens wurde der Marché Bonsecours mehrfach umgebaut, auch musste er aufgrund mehrerer Brände im Dach- und Gebäudebereich saniert werden. Nach Ende des Marktbetriebes wurde die Markthalle umfassend renoviert. Zum 350-jährigen Stadtjubiläum 1992 wurden mehrere Ausstellungsbereiche geschaffen.
Das markante, im klassizistischen Stil erbaute Gebäude ist 163 Meter lang und besteht aus fünf Baukörpern, die durch Zwischenwände getrennt sind. Gekrönt wird der Marché Bonsecours von einer weithin sichtbaren Kuppel. Heute beherbergt das Marktgebäude Boutiquen für Kunst und Design, Cafés, Restaurants sowie Bankettsäle. Ebenfalls im Gebäude haben der Rat für künstlerische Berufe der Provinz Québec sowie das Montrealer Design-Institut ihren Sitz.

Biosphère Montreal

Biosphère Montreal.
Biosphère Montreal.

Bei einer Tour durch Montreal darf ein Besuch dieser Sehenswürdigkeit nicht fehlen. Das Biosphère Montreal entstand zur Expo 67 als Pavillon der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach einem Feuer im Jahr 1976 blieb die Kugel bis 1990 unbenutzt und geschlossen. Seit 1995 ist das Wasser- und Umweltmuseum des Umweltministerium Environment Canada, dass das Gebäude gekauft hat, in dem Gebäude untergebracht. Zu finden ist das Biosphère Montreal im Parc Jean-Drapeau auf der Île Sainte-Hélène.

Erbaut ist das Gebäude als geodätische Kugel aus Stahl-Fertigteilen, die mit Acryl-Waben verkleidet sind. Die Biosphère Montreal hat einen Durchmesser von 76 Metern, die Höhe beträgt 62 Meter. Durch eine Beschattung mit Sonnenschirmen wird die Temperatur im Inneren gesteuert. Das interaktive Museum vermittelt viel spannendes Wissen über das komplexe, aber auch fragile Ökosystem an den Großen Seen und am großen Sankt-Lorenz-Strom.

Botanischer Garten Montreal

Botanischer Garten Montreal.
Botanischer Garten Montreal.

Der Jardin botanique de Montréal, der Botanische Garten der Stadt Montreal umfasst eine Fläche von 75 Hektar. Thematisch getrennt stellt der Garten in verschiedenen Gewächshäusern über 20.000 Pflanzenarten verschiedener Vegetationen in 20 Themengärten vor. Der Botanische Garten Montreal ist mit den Themengärten und einem großen Arboretum der zweitgrößte botanische Garten der Welt. Zu finden ist diese Oase westlich des Olympiastadions Montreal.

Im Jahr 1988 wurde ein Japanischer Garten eröffnet, der neben der Gartenkunst und bis zu 150 Jahren alten Bonsaibäumen auch Ausstellungen zur Teezeremonie und anderen japanischen Zeremonien zeigt. Der 1991 eröffnete Chinesische Garten entführt den Besucher in die Welt der traditionellen chinesischen Gartenkunst. Er ist der größte seiner Art außerhalb Chinas. Weitere Gärten zeigen den unter anderem den alpinen Bereich. Eine Ausstellung zeigt das Leben, die Lebensweise, die Kunst und die Bautechnik der First Nation. Auf dem Gelände wurde 1990 ein Insektarium gebaut. Es lohnt sich, dieses lebendige Museum anzuschauen.

Musée des beaux-arts de Montréal

Musée des beaux-arts de Montréal/The Montreal Museum of Fine Arts. Foto Alice Gao
Musée des beaux-arts de Montréal/The Montreal Museum of Fine Arts. Foto Alice Gao

Das in der Rue Sherbrooke gelegene Musée des beaux-arts de Montréal (englisch: The Montreal Museum of Fine Arts) ist das älteste Kunstmuseum in Kanada. Das Museum wurde im Jahr 1860 in Montreal gegründet. Mehr als 500.000 Menschen besuchen das in fünf Pavillons untergliederte Musée des beaux-arts de Montréal jedes Jahr. Das gesamte Museum präsentiert sich auf einer Fläche von 53.000 Quadratmetern, 13.000 Quadratmeter davon sind Ausstellungsfläche.

Neben klassischen Werken werden im Musée des beaux-arts de Montréal auch zeitgenössische Werke gezeigt. Die Sammlung umfasst Werke amerikanischer Künstler wie Sam Francis, Robert Rauschenberg oder Alexander Calder sowie Künstlern aus Europa, wie Gerhard Richter, Jörg Immendorff oder Rebecca Horn.

In festen und wechselnden Ausstellungen werden im Museum auch kulturhistorische Zeugnisse vorgestellt, so aus dem Mittelmeerraum, Kunst aus Asien, Amerika und Afrika.

Jean-Talon Market

Jean-Talon Market, Montreal. Tourisme Montréal/Stephan Poulin
Jean-Talon Market, Montreal. Tourisme Montréal/Stephan Poulin

Der Jean-Talon Market (französisch: Marché Jean-Talon) ist ein klassischer Bauernmarkt in Montreal, der 1933 für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. Der Markt befindet sich zwischen den Metrostationen Jean-Talon und De Castelnau. Im Jahr 2004 wurde der Jean-Talon Market umfangreich saniert und renoviert, auch um die vielen Menschen, die in der Sommersaison den Markt besuchen, zu bewältigen. Neben dem Markt wurde eine Tiefgarage gebaut, auf der sich ein Gebäude mit 20 Fachgeschäften befindet.

Der Markt ist ganzjährig geöffnet, in den Sommermonaten bevölkern mehr als 300 Bauern aus dem Umland von Montreal den Außenbereich, um ihre frischen Waren anzubieten. Im Winter wird ausschließlich der Innenbereich genutzt. Im Umfeld des Marktes haben sich viele andere Händler angesiedelt, Bäckereien, Fleischereien, Fisch- und Feinkost-, sowie Käseläden. Es lohnt sich, die kulinarischen Genüsse des Jean-Talon Markets zu entdecken.



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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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