Faszination Kanada

Der Neufundländer, ein sympathisch-zottliger Kanadier

Der große Arbeits- und Wasserhund begeistert durch angeborene Charakterzüge

Der Neufundländer, ein sympathisch-zottliger Kanadier
Schon ganz klein ein Großer, der Neufundländer.

Der Neufundländer bezeugt die lange zurück liegende Besiedelungsgeschichte des Nordosten Kanadas. In der imposanten Hunderasse spiegeln sich neben den einheimischen Hunderasse der Eingeborenen auch die um das Jahr 1100 mit den Wikingern angesiedelten großen schwarzen Bärenhunden. Europäische Fischer brachten weitere Rassen mit auf das Festland, die an der Gestaltung und Auffrischung der Rassen mitwirkten.

Allerdings war der Neufundländer schon zu Zeiten der Kolonisation um das Jahr 1610 herum als eigenständige Rasse geboren. Die imposante Größe, seine kräftige Bemuskelung haben es dem Neufundländer gestattet, an Land schwere Lasten zu ziehen und dabei die extremen klimatischen Bedingungen zu ertragen. Auch als Wasser- und Rettungshund trotzt er den Gefahren des Meeres. Der Neufundländer ist als Rasse von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt. Der Hund kommt ist in den Farben Schwarz, Weiss-Schwarz und Braun zugelassen.

In der FCI sind die Farben wie folgt beschrieben:

Schwarz: Die herkömmliche Farbe des Neufundländers ist schwarz. Der Farbton soll so einheitlich wie möglich sein, aber ein leichter Schimmer wie von Sonnenbrand istzulässig. Weisse Abzeichen an der Brust, an den Zehen und / oder an der Spitze der Rute sind erlaubt.
Weiss-schwarz: Diese Varietät ist für die Rasse von historischer Bedeutung. Zu bevorzugen sind ein schwarzer Kopf mit weisser Belsse, die sich bis zum Fang hin erstreckt, ein schwarzer Sattel mit gleichmässigen Abzeichen und eine schwarze Kruppe mit schwarzer Oberseite der Rute. Alles Übrige muss weiss sein und darf ein Minimum an Tüpfelung aufweisen. Aus den weiss-schwarzen Neufundländern ist im 20.. Jahrhundert die eigenständige Hunderasse „Landseer“ entstanden.

Der Neufundländer, ein sympathisch-zottliger Kanadier
Ein enger Verwandter des weiss-schwarzen Neufundländers, der Landseer. Foto unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Braun: Diese Farbe geht von schokoladenfarben bis zu bronzefarben. Weisse Abzeichen sind an der Brust, auf den Zehen und / oder an der Spitze der Rute zulässig.

Der Neufundländer, ein sympathisch-zottliger Kanadier
Auch mit braunem Fell eine stattliche Erscheinung. Foto: Peter Ludes / https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2

Der Neufundländer ist ein stattlicher Hund, kein Zwingerhund und kein Hund für eine kleine Wohnung. Die Widerristhöhe beträgt bei erwachsenen Rüden im Durchschnitt 71 Zentimeter, bei Hündinnen 66. Ein erwachsener Rüde wiegt im Durchschnitt 68 Kilogramm, eine Hündin 54. Die freundlichen, wunderhübschen Tiere, wahre Kanadier werden ungefähr 10 Jahre alt. Er gilt als freundlich, ausgeglichen und ruhig. Aggresivität und scheues Verhalten werden als Fehler im Rassestandard bezeichnet.

Der Neufundländer, ein sympathisch-zottliger Kanadier
Die großen Hunde, wahre Kanadier lieben die Wasserarbeit.

Der Neufundländer ist ein Fischer- und Rettungshund, er verfügt über eine ausgeprägte Wasserpassion. Der Hund besitzt eine hohe Intelligenz, er muss also beschäftigt werden. Er ist kein Tier für bequeme Schönwettermenschen. Auch ist der Neufundländer kein Diener seines Herrn, vielmehr ist er eine der wenigen Hunderassen, die in der Lage sind selbständig zu handeln, was viele belegte Menschenrettungen aus dem Wasser, aber auch an Land, bezeugen.
Der Neufundländer ist ein wahrer Familienhund, der bei seinen Menschen sein will. Er ist im Umgang mit Kindern ein sehr geduldiger Hund, ein Freund, der immer an der Seite ist.

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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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