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Charlottetown

Charlottetown, die Geburtstätte des heutigen Kanada

Trotz Charlottetowns geringen Größe von etwa 45 Quadratkilometern Fläche ist sie wohl einer der bedeutendsten historischen Städte in Kanada. Wer Charlottetown in Queens County besucht, kann sich auf eine spannende Reise durch die junge Geschichte des Landes freuen.

Von der Besiedlung der Stadt zur „Charlottetown-Konferenz“ und der Konföderation Kanadas

Bereits 9.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung von Vorfahren der Mi’kmaq-Indianern bewohnt, wurde die Prince Edward Insel im 18. Jahrhundert zunächst von Franzosen und anschließend von britischen Einwanderern besiedelt. Letztere bauten auf dem Gebiet des heutigen Charlottetown das Fort Amherst, welches noch heute besichtigt werden kann.

Gegründet in 1764, benannte man Charlottetown zu Ehren der deutschen Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, welche mit König Georg III von Großbritannien verheiratet wurde.

Ihr Motto, „Cunabula Foederis“, übersetzt „Wiege der Konföderation“, erhielt Charlottetown im 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit versammelten sich Vertreter der ehemaligen Kolonien Prince Edward Island, New Brunswick, Nova Scotia sowie Ontario und Quebec, im Parlamentsgebäude, dem Province House.

Ziel der Konferenz vom 1. bis zum 8. September 1864 war ein Zusammenschluss der Kolonien, um eine politisch stärkere sowie unabhängige Kanadische Konföderation zu bilden.

Diese nach der Stadt benannte „Charlottetown-Konferenz“ führte zu weiteren Treffen der Vertreter, unter anderem zur berühmten „Québec-Konferenz“ einen Monat später, welche zur Ausrufung der kanadischen Konföderation endete.

Die Kanadische Konföderation bildete letztendlich Jahre später die Grundlage zur Gründung und Unabhängigkeit des Staates Kanada.

Noch heute wird – besonders in den beteiligten Provinzen – vereinzelt die Zeit vor und nach der Konföderation 1867 unterteilt.

Auf den Spuren der „Väter der Konföderation“

Glücklicherweise sind viele der viktorianischen Bauten Charlottetowns erhalten geblieben. Insbesondere die im Stadtzentrum gelegenen Gebäude haben einen historischen Hintergrund und können besichtigt werden, wie beispielsweise das wunderschöne Province House oder die St. Dunstan Basilika, welche 1916 nach einem Brand vollständig restauriert worden ist. Auch das weiß getünchte Government House, jahrelang Treffpunkt der Gesellschaft, oder die 1969 eröffnete  University of Prince Edward Island sind einen Besuch wert.

Das Museum der Stadt, das Confederation Centre of the Arts bietet einen zeitgemäßen Einblick in die Geschichte der Kanadischen Konföderation.

Der musikalische Sommer in Charlottetown

Für viele Anhänger der Musik ist das „Charlottetown Musical Theatre Festival“ von Mai bis Oktober ein Muss: Neben vielen bekannten und unbekannten Musicals wird auch „Anne auf Green Gables“ aufgeführt, nach dem gleichnamigen Roman von Lucy Maud Montgomery. Für viele ist das Leben der rothaarigen Hauptdarstellerin eine Hommage an Prince Edward Island, der Ort der Geschichte.  

Mit einem freundlichen Klima von 24° C bis 15° C im Sommer und selten kälteren Temperaturen als -12° C im Winter lädt die Stadt das ganze Jahr über zum Entdecken ein.

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