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Hundeschlitten-Abenteuer in Kanada und Alaska

Abenteuer Hundeschlitten

Das längste Hundeschlittenrennen der Welt ist das in Alaska stattfindende „Iditarod“, mit offiziellem Start in Anchorage, der größten Stadt von Alaska und weiterem Start einen Tag später im 30 km entfernten Wasilla bis in das mehr als 1800 km entfernte Nome an der Beringsee.

Durch eine 1925 ausgebrochene Diphtherie-Epidemie wurde das dringend benötigte Impfserum zuerst per Bahn in das 680 km entfernte Nenana nahe Fairbanks gebracht und dann in nur fünfeinhalb Tagen mit 20 Hundeschlitten-Teams über gefährliche Steckenabschnitte nach Nome transportiert. Jeweils am ersten Samstag im März startet seitdem das Iditarod-Rennen und die ersten Musher, wie die Hundeschlittenführer genannt werden, erwartet man nach 10-12 Tagen in Nome. Der heutige Steckenverlauf ist allerdings weitestgehend abweichend vom historischen Ablauf von 1925.

Das wohl bekannteste Hundeschlittenrennen ist das „Yukon Quest“. Der Geschichte nach entstand die Idee zu diesem Rennen 1976 bei einem Gespräch in einer Bar zwischen einem Historiker und einem Musher, dass zum Gedenken an Goldsucher, Abenteurer, Postboten und Fallenstellern stattfinden sollte. Fast 10 Jahre später wurde das Projekt 1983 erneut aufgegriffen. Diesmal durch andere Männer, reifte die Idee erneut und das Yukon Quest-Hundeschlittenrennen startete 1984 zum ersten Mal mit Start in Whitehorse in Kanada bis nach Fairbanks in Alaska. Das Rennen findet seitdem jedes Jahr statt, dabei mit wechselndem Start. In den geraden Jahren führt der Yukon Quest von Fairbanks bis Whitehorse und in ungeraden Jahren starten die Musher in Whitehorse, um nach Fairbanks zu gelangen.

Hundeschlitten-Einmaleins

Ein Musher ist ein Schlittenhunde-Gespannleiter, der meist nicht nur am hinteren Teil des Schlittens steht, sondern wenn nötig auch mitläuft und seine Hunde trainiert und führt. In größeren Gespannen laufen meistens mehrere Leithunde, so genannte Leaddogs, mit um im Notfall einzuspringen. Interessant ist dabei, dass nur ein Leithund auf die Kommandos hört. Bei Gast-Mushern hören die Hunde in der Regel nur auf einfache Anweisungen wie „Go“ oder „Stopp“. Dagegen reagieren die Hunde und insbesondere der Leithund auch auf alle besonderen Kommandos (wie zum Beispiel auf Kurvenfahren und Kehrtwendungen) meist nur auf die Anweisungen von Herrchen oder Frauchen, dem „menschlichen Leitwolf, da zwischen Leithunden und Musher natürlicherweise eine langanhaltende Beziehung besteht.

Durch eine Monate bzw. jahrelange Zusammenarbeit entwickelt sich oft eine Art 6. Sinn. Wenn die „Chemie“ zwischen Musher und Leithund nicht stimmt, kann es auch nach jahrelanger Zusammenarbeit nicht funktionieren, während es mit dem gleichen Tier bei einem anderen Musher bestens klappt. Allerdings ist nicht jedes Tier als Leithund geboren. Leithunde sind willensstark, schlau und schnell. Unmittelbar hinter dem Leithund in der 2. Reihe laufen dann die Pointdogs, weiter im Gespann laufen die Swingdogs, Teamdogs und die Wheeldogs.

Unterwegs durch die Wildnis wie die Trapper

Ein Paradies für Musher und beliebtes Reiseziel ist im Nordwesten Kanadas der Yukon und hier angrenzend Alaska. Mit dem Hundeschlitten durch Kanada oder Alaska wird man zurückversetzt in die Zeit der Goldgräber und Abenteurer.

Während einer Tour kommen Touristen häufig an zugefrorenen Bächen, stillen Wäldern und glitzernden Seen, ebenso wie an majestätischen Bergketten vorbei. Nach einer Einweisung kann man sein eigenes erfahrenes Hundeteam auf alten Pfaden, Trapper-Wegen oder erschlossenen Trails führen. Am Abend erwartet man häufig bei einer mehrtägigen, geführten Tour ein gemütliches arktisches Zelt mit Holzboden und Holzofen. In der stillen Winternacht kann man die verträumte kanadische Winterwelt unter den majestätischen Nordlichtern entdecken.

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