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Wood Buffalo Nationalpark

Der Wood Buffalo Nationalpark – Ein Nationalpark der Superlative

Weite Flächen und einzigartige Tiere: Im Nordosten der Provinz Alberta liegt Kanadas größtes Naturschutzgebiet, der Wood Buffalo Nationalpark.

Auf einer gigantischen Fläche von 44.807 Quadratkilometern, etwa ein Siebtel der Größe Deutschlands, erstreckt sich eine wunderbare Landschaft borealen Charakters, der den Besucher auf vielfältige Weise in den Bann zieht.

Weiße Salzebenen und blaues Wasser

Der Park besteht hauptsächlich aus Seen und Sümpfen, was dazu führt, dass sich hier zwei Ramsar-Gebiete, das Peace-Athabasca Delta und das Brutgebiet der Schreikraniche, befinden. Unter Ramsar-Gebieten versteht man die 1975 in Kraft getretenen Regelungen zum Schutz von Feucht- und Sumpfgebieten, welches zudem als eines der ersten internationalen Vertragsregelungen zum Naturschutz gilt. Das Peace-Athabasca Delta beispielsweise gehört zu den weltweit größten Binnen-Delta für Frischwasser.

Doch nicht nur die einmaligen Wasserlandschaften des Wood Buffalo faszinieren den Besucher. Auch die Salztonebenen oder Salzwüsten – welche durch Verdunstung von Wasser entstehen – können erkundet werden, sowie Karsttrichter und unterirdische Bäche.

Während der winterlichen Nacht erscheint über dem flachen Gebiet der Region die geheimnisvoll rot, grün und purpurn leuchtende Aurora Borealis, während im Sommer die Sonne nie untergeht und es selbst um Mitternacht taghell ist.

Da sich das Gebiet des Wood Buffalo Nationalparks im hohen Norden befindet, kann das Thermometer im Winter auf bis zu -40° C fallen, mit nur durchschnittlich 7 Stunden Sonnenlicht am Tag. Um diesen extrem niedrigen Temperaturen zu entgehen, wird empfohlen, den Park im Frühling sowie im Sommer zu besuchen.

Eine einzigartige Vielfalt an Tieren: von Bisons und Kranichen

Gegründet 1922 zum Schutz der gefährdeten Tiere Albertas, wurde der Wood Buffalo Nationalpark im Jahre 1983 auf Grund seiner Biodiversität in den Stand eines UNESCO Welterbes erhoben.

Heute leben auf dem Gebiet des Nationalparks über 5.000 Waldbisons, welche ein Gewicht von bis zu 900 Kilogramm erreichen können. Auch die letzten freilebenden Schreikraniche, welche als größte Vögel des nordamerikanischen Kontinents gelten, haben im Wood Buffalo Nationalpark ihren natürlichen Lebensraum.

Doch nicht nur Schreikraniche und Waldbisons sind mit etwas Glück zu finden; auch Elche, Schwarz- und Braunbären sowie Luchse, Schneegänse, Schneeschuh Hasen und die pfeilschnellen Wanderfalken sind hier zu Hause.

2007 entdeckte man im Wood Buffalo Nationalpark zudem den größten Biberdamm der Welt, welcher eine unglaubliche Länge von 850 Metern hatte.

Den Wood Buffalo Nationalpark erkunden

Neben der Erkundung der großartigen Flora und Fauna ist es möglich, im Wood Buffalo ganzjährig zu wandern, angeln und im Winter Ski zu fahren oder sich mit Schneeschuhen auf Wanderschaft zu begeben.

Der Pine Lake Campground sowie das Kettle Point Group Camp befinden sich zentral im Nationalpark und bieten einen idealen Punkt, um bei mehrtägigen Aufenthalt die Nacht zu verbringen. Auch ist es möglich – wie in Kanada üblich – das Zelt im Backcountry, fernab der üblichen touristischen Routen, aufzuschlagen.

Viele wunderschöne Wassergebiete wie der Pine Lake, die Salzflüsse sowie Buffalo und Little Buffalo sind ein Paradies für Kanuten und solche, die es werden wollen. Das nötige Equipment hierfür kann in der Stadt Fort Smith, welche sich östlich des Nationalparks befindet, geliehen werden.

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