Faszination Kanada

Prince Edward Island National Park

Der Prince Edward Island National Park ist im Wasser und an Land ein Paradies. Foto Tourism PEI/John Sylvester

Prince Edward Island National Park – ein Naturkleinod im Atlantischen Ozean

An der Nordküste von Prince Edward Island, Kanadas größte Inselprovinz im Atlantischen Ozean, befindet sich der gleichnamige National Park. Mit seinen 22 Quadratkilometer Fläche ist der Prince Edward Island National Park der zweitkleinste Nationalpark Kanadas. Er wird mit dieser Besonderheit nur noch vom St.-Lawrence-Island-National Park mit 9 Quadratkilometern unterboten. Dennoch ist der National Park Prince Edward Island mit seiner kontrastreichen Landschaft, den roten Sandsteinfelsen, weißen Sandstränden und den wunderschönen Sonnenuntergängen an der Küste ein beliebtes Touristenziel. Dazu tragen auch das milde Klima und die sommerlichen Wassertemperaturen von über 20 Grad Celsius bei. Faszinierend sind die riesigen Sanddünen und das im Kontrast dazu stehende tiefe Blau des Meeres.

Der Greenwich Board Walk lädt zu ausgiebigen Spaziergängen im PEI National Park ein. Foto Kyle Mulinder
Der Greenwich Board Walk lädt zu ausgiebigen Spaziergängen im PEI National Park ein. Foto Kyle Mulinder

Von Europa in die herrliche Natur des Prince Edward Island National Parks

Nicht weit vom National Park Prince Edward Island befindet sich Charlottetown, die Hauptstadt der Atlantikprovinz Prince Edward Island. Urlauber aus Übersee fliegen zunächst die Airports von Halifax, Nova Scotia oder Toronto, Ontario an. Von dort starten die Flugverbindungen zum Charlottetown Airport. Der PEI National Park befindet sich lediglich 24km von Charlottetown. Er reicht von Cavendish bis Dalvay. Das Besondere an Dalvay-by-the-Sea sind neben der viktorianisch anmutenden Architektur die Sanddünen und die roten Sandsteinklippen. Der Dalvay Beach ist der am weitesten im Osten liegende Strand und Startpunkt für ausgedehnte Wanderungen. Der National Park bietet vierzig Kilometer schönste Meeresstrände für erholsames Spazierengehen. Erfahrene Wanderer können auch die schwierigeren Gebiete des National Parks erkunden. Der National Park Prince Edward Island wurde im Jahr 1937 zum Schutz der riesigen Sanddünen gegründet.

Der Gelbfuß-Regenpeifer in der „Important Bird Area“

Schutz im National Park erfährt ganz besonders der bedrohte Gelbfuß-Regenpfeifer (Charadriidae). Er ist ein seltener Küstenvogel mit sandfarbener Tarnung, gelb-orangen Beinen und Füßen und einem kurzen Schnabel. Seine Nistplätze sind die Dünengebiete des Nationalparks. Weltweit hat der seltene Vogel seinen Platz im Naturschutz. Da sich der National Park Prince Edward Island um den Erhalt des Gelbfuß-Regenpeifers verdient macht, bekam er die Auszeichnung als „Important Bird Area.“ Im National Park sind insgesamt 300 Vogelarten beheimatet. Weitere schützenswerte Lebensräume im Nationalpark sind die Süßwasserfeuchtgebiete und die Salzmarschen.

Green Gables House in Cavendish

Das Green Gables Haus im Prince Edward Island National Park. Foto rixipix/Deposit
Das Green Gables Haus im Prince Edward Island National Park. Foto rixipix/Deposit

Der National Park Prince Edward Island erlangte zusätzliche internationale Bekanntheit durch das Kinderbuch „Anne auf Green Gables“ der kanadischen Autorin L.M. Montgomery. Schauplatz der Geschichte der Waise Anne ist ein Bauernhaus aus dem 19.Jahrhundert in Cavendish, ein Anziehungspunkt für viele Touristen ist. Ebenfalls ein Besuchermagnet ist der beliebte Strand von Cavendish Beach. Leider ist dieser schöne, breite Strand sehr kommerziell geworden. Im Sommer empfiehlt es sich für Besucher, die den Trubel meiden möchten, auf das westliche Ende des Nationalparks auszuweichen. In der Mitte des Parks befindet sich der ruhigere Brackley Beach, ebenfalls mit Sanddünen als Naturkulisse. Die Badegäste treffen in den Sommermonaten Juli und August auf angenehme Wassertemperaturen von ungefähr 22 Grad Celsius. Das sehr milde Klima des National Park Prince Edward Island ist den warmen Ozeanwinden und dem Golfstrom zu verdanken.

Der PEI National Park – ein romantischer Ort mitten im Meer

Das Covehead Lighthouse im National Park. Foto Tourism PEI/Paul Baglole
Das Covehead Lighthouse im National Park. Foto Tourism PEI/Paul Baglole

Vielen Besuchern haben es „Orby Head“ mit den roten Sandsteinfelsen und die fantastischen Sonnenuntergänge angetan. Auch das Wandern durch die Sanddünen sowie die artenreiche Flora und Fauna des National Parks Prince Edward Island sowie der Wassersport sind ein besonderes Erlebnis. Eine schöne Alternative zu einer Unterkunft im Strandhotel ist der pittoreske, ruhige Stanhope Campground, ein Campingplatz nahe am Strand und an den bekannten Wanderrouten. Manchmal wird die Ruhe durch einen Schwarm fliegender kanadischer Wildgänse auf dem Weg in den Süden unterbrochen. An den kinderfreundlichen Sandstränden kann man viel entdecken, die Geheimnisse des Meeres erkunden. Die Leuchttürme an der Küste entlang erinnern an die Seefahrt und das Geheimnis des Meeres.

Wusstet Ihr, dass …

  • die unterschiedlichen Lebensräume im Prince Edward Island National Park eine Heimat für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren bereitstellen, einschließlich der bedrohten „Gulf of Saint Lawrence Aster“ und dem vom Aussterben bedrohten Gelbfuß-Regenpfeifer?
  • im Jahre 1998 sechs Kilometer der Greenwich Halbinsel zum Prince Edward Island National Park hinzugefügt wurden, um einzigartige Dünenformationen, seltene Pflanzen und Tiere, sowie auch archäologische Funde, die über 10.000 Jahre zurückreichen, zu beschützen?
  • der Prince Edward Island National Park einer der meist besuchten Parks in Kanada ist, konzentriert auf die Monate Juli und August?
  • frühe Ureinwohner (First Nation) die erste kulturelle Gruppe, die den Prince Edward National Park bewohnten, darstellen? Bei archäologischen Grabungen hat man Spuren gefunden, die von den bedeutendsten Kulturen, die in den letzten 10.000 Jahren dort existierten, hinterlassen wurden.
    die ersten europäischen Siedler, die den heutigen Prince Edward Island National Park erreichten, 1720 von Frankreich kamen?
  • es im Prince Edward Island National Park sieben überwachte Strände gibt?
  • es viele malerische Wanderwege im Park gibt, von denen jeder seine eigenen einzigartigen Besonderheiten hat? Die Wege unterscheiden sich in der Länge, sowie auch in den Sehenswürdigkeiten und den Klängen.
  • die „Poison Ivy“ in bestimmten Bereichen im Prince National Park, für gewöhnlich in der Nähe von Dünen, zu finden ist? Diese 3-blättrige grüne Pflanze kann einen leichten Schmerz verursachen, wenn man sie berührt und  einen sehr juckenden Hautausschlag, wenn man mehrfach mit ihr in Berührung kommt.
  • „Parks Canada“ schon seit 1982 die Bevölkerung vom Gelbfuß-Regenpfeifer im Prince Edward Island National Park überwacht?
  • es 42 Arten von Libellen und Kleinlibellen im Prince Edward Island National Park gibt?
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