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Cape Breton Highlands Nationalpark

Cape Breton Highlands Nationalpark – der wild-romantische Inselteil Nova Scotias

Der kanadische Cape Breton Highlands Nationalpark liegt in wunderschöner Landschaft im Norden der Cape Breton Insel im Atlantischen Ozean. Der erste Nationalpark der Atlantik-Provinzen gehört zu Nova Scotia. Einen bemerkenswerten Gegensatz bilden die Steilküsten der fjordartig zerklüfteten Küste und die langen weißen Sandstrände von Ingonish Beach. Letzterer ist im Sommer ideal zum Baden. Im Nationalpark gibt es vielgestaltige Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten, wie z.B. Trekking, Wandern, Kanufahren oder eine Runde auf einem Golfplatz der Weltklasse mit herrlichem Ausblick. Auf den Touren durch die ungestörte Natur trifft man oft auf Wildtiere wie Elche, Weißkopfseeadler, Kojoten und Schwarzbären.

Über den Canso Causeway zum Nationalpark Cape Breton Highlands

Für einen Urlaub auf der Insel und Atlantikprovinz Nova Scotia sowie einem Besuch des Nationalparks Cape Breton Highlands fliegt man meistens die Hauptstadt Halifax an. Der Nationalpark liegt im Norden der Insel Cape Breton, die über den Canso Causeway (Damm mit Hebebrücke) mit dem Festlandteil von Nova Scotia verbunden ist. Der Cape Breton Highlands Nationalpark dehnt sich von der Atlantikküste bis zum St. Lorenz-Strom aus. Durch den milden, an der Atlantikküste entlang verlaufenden Golfstrom, genießt Cape Breton im Sommer ein angenehmes Klima mit Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius. Während der Frühling mit noch frischen 5 Grad Celsius zum Ende April einsetzt, erreicht er zur Blütezeit der Lupinen im Mai und Juni bereits 12 bis 17 Grad Celsius. Im Winter kann es durch die maritime Wetterlage Schneehöhen bis zu drei Metern geben. Das beliebte Skigebiet Camp Smokey in den Hunter’s Mountains erfreut dann Skilangläufer sowie Skialpinfahrer gleichermaßen.

Angenehmes Klima für Erholungssuchende und Aktivurlauber

Der östliche Eingang zum Cape Breton-Highlands Nationalpark liegt in der Kleinstadt Ingonish, der westliche im Akadierdorf Chéticamp. Das malerische Ingonish ist der ideale Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren im September und Oktober. Für das erste Einlaufen eignet sich der kurze Wanderweg „Freshwater Lake Trail“ durch eine Landschaft, die an die schottischen Highlands erinnert. Dies mag der Anlass für viele Schotten gewesen sein, gerade diese Insel im Atlantik zu besiedeln. In den Monaten September und Oktober ist auch das Hochseeangeln besonders interessant, da die vorbeiziehenden Makrelenschwärme vom beißlustigen Tunfisch gejagt werden.

Die warmen Sommermonate Juli und August eignen sich besonders für Badetage und lange Strandspaziergänge am Sandstrand von Ingonish Beach. Für ein Erkunden des Nationalparks empfiehlt sich die Cabot Trail Autostraße, eine 300 Kilometer lange Ringstraße, die zum Teil durch den Naturpark führt. Der Cabot Trail ist eine der schönsten Küstenstraßen der Welt. Das beeindruckende Panorama zieht jeden Urlauber in seinen Bann. Die auftauchenden Kojoten und Schwarzbären sind eher menschenscheu, man sollte ihnen dennoch mit gehörigem Respekt gegenüber begegnen. Harmlos sind die beliebten Basstölpel, Seevögel in der Größe einer Gans, die hervorragende Gleitflieger sind und zum Fischfang blitzschnell ins Meer tauchen.

Waldreiches Hochplateau und zerklüftete Felsenküste mit Blick auf den Atlantik

Bestimmend in der Hochebene des Cape-Breton-Nationalparks sind die borealen Nadelwälder, die mit den sich im Herbst bunt verfärbenden Blättern der (Ahorn-) Laubbäume die unnachahmliche Farbmischung des Indian Summer ergeben. Der Beginn des Indian Summer kann jedoch von Jahr zu Jahr um ein paar Wochen differieren. Im nördlichen Drittel der Highlands, In der Tundra-ähnlichen Hochebene befindet sich ein kleiner reizvoller Wasserfall, die Beulach Falls. Der Nationalpark ist auch Rückzugsort für viele Großsäugetiere, wie Elche, Hirsche, Schwarzbären und Kojoten. Im Herbst kann man den eindrucksvollen Weißkopfseeadler am Canso Causeway bewundern. Um einen Wal und Seehunde zu entdecken, braucht man jedoch ziemliches Glück.

Faszinierende Landschaft und die Einflüsse der keltischen und akadischen Kultur

Wer noch tiefer in die Geheimnisse der Cape Breton Highlands einsteigen möchte, kann sich beim Geo-Coaching über die Natur, die einzigartige Landschaft und die erdgeschichtlichen Vorgänge informieren. Im westlichen Gebiet des Nationalparks befindet sich die Ortschaft Chéticamp unweit von Ingonish, wo sich der Besucher über den Nationalpark informieren kann. Im lebendigen Fischerdorf Chéticamp hört man immer noch das Französisch der Akadier, den Nachkommen der französischen Siedler. Es überwiegt jedoch der keltisch-schottische Einfluss, dessen typische Klänge in den Folk Festivals des Cape Breton Highlands Nationalparks ertönen. In Glenville auf Cape Breton Island befindet sich mit der Glenora Distillery der einzige Hersteller von Single Malt Whiskey auf dem nordamerikanischen Kontinent. Das besondere an der Reifung ist die Verwendung von Fässern, in denen zuvor der berühmte kanadische Eiswein ausgebaut wurde. Ein Taste ist empfehlenswert.

Cabot Trial – Eindrucksvoll zu jeder Jahreszeit

Der Cabot Trail ist nach dem Entdecker John Cabot benannt. Die Straße säumt die steinige Küste von Cape Breton und windet sich immer höher in den Cape Breton Highland Nationalpark hinein. Vom Cabot Trial aus hat man eine atemberaubende Sicht auf den Atlantik und später den Golf von Sankt Lorenz. Von den Steilhängen aus, kann man mit etwas Glück die sich hier tummelnden Wale beobachten.

Wussten Sie, dass …

  • der Cape Breton Highlands Nationalpark 1936 gegründet wurde und sich über 950 qkm erstreckt? Er schützt 20% des nördlichen Cape Bretons und ist eines der größten Wildschutzgebiete in Nova Scotia.
  • das milde maritime Klima und die raue Landschaft des Parks eine einzigartige Mischung von akadischen, borealischen und taigaischen Lebensräume für Tiere und Pflanzen bietet? Diese spezielle Mischung von nördlichen und südlichen Arten findet man nirgendwo sonst in Kanada.
  • die Canyons im Cape Breton Nationalpark sehr wichtig für das Öko-System sind? Sie sorgen für die schützenden Täler, in denen die akadischen Wälder zu finden sind.
  • das nördliche Cape Breton 631 heimische und 118 eingeführte oder „exotische“ Pflanzenarten beherbergt?
  • der Park eine Geschichte hat, die bis in die letzte Eiszeit zurückführt?
  • der Park und der Cabot Trail jährlich von etwa 200.000 Kanadiern und internationalen Besuchern bereist wird?
  • vom 8. bis zum 16. Oktober das Celtic Colours International Festival stattfindet? 9 Tage lang ist die Cape Breton Island Heimat einer einzigartigen Feier von Musik und Kultur. Bei drei geführten Wanderungen, angeboten in Verbindung mit musikalischen Events kann man mit Geigenmusik im Ohr durch eine lebhafte Welt von Herbstblättern wandern und einen atemberaubenden Momente erleben.
  • man bei der Fahrt durch den Park etwa alle 30 km an einem kleinen Dorf oder einer kleinen Stadt vorbeikommt, die den Besucher willkommen heißen?
  • die 26 Wanderwege den Wanderer über 150 km unterschiedliches Gelände bringen, von Küstenabschnitten am Meer, über wunderschöne Bergspitzen, sowie durch den seltenen Taiga-Wald und zu großartigen Wasserfällen?
  • in den Cape Breton Highlands einige der ältesten Wälder von Nova Scotia stehen? Manche Bäume sind über 350 Jahre alt und so gewaltig, dass man 4 Erwachsene bräuchte, um einen Kreis um einen Baum zu schließen.
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