Faszination Kanada

Urlaub in subpolarer Forschungsstation

Eisbaer in Blumen Churchill
Zum Sommerprogramm der Forschungsstation gehört auch Eisbärenbeobachtung (c) Canadian Tourism Commission

Nahe Churchill, Manitoba, liegt die unabhängige, nicht kommerziell arbeitende Forschungsstation Northern Studies Centre, in der 150 Wissenschaftler Eisbären, die subarktische Vogel- und Pflanzenwelt, Nordlichter und Belugawale erforschen. Im Rahmen von mehrtägigen Abenteuer-Studien-Touren können Gäste hier in die Welt der Wissenschaftler eintauchen, ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen und manchmal sogar assistieren dürfen!

Das Sommerprogramm der „Learning Vacations“ 2012 steht jetzt fest: In fünf- bis siebentägigen Kursen beschäftigt man sich beispielsweise unter Anleitung von Rudolf Kies, einem der führenden Ornithologen Kanadas, mit der Migration von Schneegänsen und beobachtet seltene Arten wie Rosenmöve, Seidenschwanz oder Harrisammer. Im Programm „Winter Skies“ geht es um Aurora Borealis und Astronomie, „Lords of the Arctic“ beschäftigt sich mit der Ökologie der Eisbären in der Hudson Bay. Abgerundet wird das Forschungsprogramm jeweils durch Freizeitangebote wie Schneeschuhwanderungen, Hundeschlittenfahrten oder ein Besuch des Eskimo-Museums.

Gerade hat das Centre ein neues Gebäude eröffnet, das den Gästen mehr Komfort bietet: schöne Schlafbereiche, Labore und Klassenzimmer sowie Beobachtungsposten im Freien zum Fotografieren von Wildtieren und eine durchsichtige Kuppel in der Observatorium-Lounge zur Beobachtung der Nordlichter. Hinzu kommt, dass der zweistöckige Bau nach ökologischen Gesichtspunkten (LEED Gold Zertifizierungs-Standards) erbaut wurde: So erreicht natürliches Licht 90 Prozent des Innenraums und eine Solarwand erwärmt einströmende Luft.

Urlaub in subpolarer Forschungsstation
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Julia Schoon

Als Reporterin ist Julia Schoon in ihrem Element: Lieblingsthemen der freien Journalistin sind Berlin, Menschen und Reisen. Im Sommer 2010 verbrachte sie zwei Monate in Kanada, sechs Wochen davon lebte sie in Calgary. Auf ihren Recherchen lernte sie in den Drumheller Badlands, dass Bio-Repellent Moskitos kein bisschen abschreckt, in Vancouver, dass „gay the new black“ ist, und auf der Calgary Stampede, dass man so ziemlich alles frittieren kann.

http://www.julia-schoon.de

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