Faszination Kanada

Urban Amish: ein Torontoer Möbelladen voller Widersprüche

Inhaber Craig Stewart in seinem Möbelladen "Urban Amish" (c) Julia Schoon
Craig Stewart verkauft in Toronto ganz besondere Möbel (c) Julia Schoon

Beim Stichwort „Amish“ denken wohl die wenigsten Menschen an Designermöbel. Es sei denn, sie leben in Toronto. Dort hat Craig Stewart mitv Urban Amish ein ungewöhnliches Einrichtungsgeschäft eröffnet, in dem auch gerne glamourös gefeiert wird.

Ein 370-Quadratmeter-Loft in einem 1896 erbauten Torontoer Haus: Kunst auf unverputzten Backsteinwänden, hohe Decken, polierte Edelholzdielen und Möbelstücke von schlichter Eleganz, aus massivem Holz gearbeitet. Der Ausstellungsraum von Urban Amish repräsentiert so sehr den Geschmack gut verdienender, hipper Großstädter, dass Firmengründer Craig Stewart eigens eine Agentur beauftragt hat, die die Vermietung seines Ladens abwickelt. Die Nachfrage, das Ladenloft außerhalb der Geschäftszeiten zu nutzen, ist groß: Während des Torontoer Filmfestivals wurde hier ebenso glamourös gefeiert wie zum 10-jährigen Jubiläum der kanadischen ELLE. Und die Möbel selbst werden gerne für Film- und Werbespotdrehs gemietet.

Schwer vorstellbar, dass diese Möbel aus einer anderen Welt stammen, in der die Zeit vor 300 Jahren stehen geblieben ist. Erbaut wurden sie nämlich von Amish – einer Glaubensgemeinschaft, die im 18. Jahrhundert aus Süddeutschland, dem Elsass und der Schweiz in die USA und Kanada emigrierte, wo sie bis heute in Gemeinden für sich leben. Moderne Technik wie Elektrizität, Telefon oder Autos hat dort noch keinen Einzug gehalten. Urban Amish scheint daher ein Widerspruch in sich. Nicht jedoch für Gründer Craig Stewart.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „360° Kanada“. Das Heft ist ab 8. März im Zeitschriftenhandel erhältlich oder direkt bestellen unter redaktion@360grad-medien.de.

Urban Amish: ein Torontoer Möbelladen voller Widersprüche
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Julia Schoon

Als Reporterin ist Julia Schoon in ihrem Element: Lieblingsthemen der freien Journalistin sind Berlin, Menschen und Reisen. Im Sommer 2010 verbrachte sie zwei Monate in Kanada, sechs Wochen davon lebte sie in Calgary. Auf ihren Recherchen lernte sie in den Drumheller Badlands, dass Bio-Repellent Moskitos kein bisschen abschreckt, in Vancouver, dass „gay the new black“ ist, und auf der Calgary Stampede, dass man so ziemlich alles frittieren kann.

http://www.julia-schoon.de

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