Faszination Kanada

Port Edward: Historische Fischkonservenfabrik und Museumsdorf

Die North Pacific Cannery in Port Edward, BC (c) Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard
Die North Pacific Cannery in Port Edward, BC (c) Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard

Die weit im Norden, am Ende des Glacier Highway gelegenen Zwillingsorte Stewart, BC, und Hyder, Alaska, die Bärenbeobachtungen am Fish Creek und eine Fahrt am Salmon Glacier entlang liegen hinter uns. Genauso wie ein paar gemütliche und entspannte Tage bei unseren kanadischen Freunden in Terrace, die dort in einem liebevoll restaurierten, roten Holzhaus aus dem Jahr 1922 eine kleine Bed & Breakfast Pension betreiben. Patty, die Hausherrin, hat uns mal wieder mit ihren feinsten selbstgemachten Keksen, Kuchen und Marmeladen verwöhnt, und die Angel- und Bootsausflüge mit Randy an den Skeena River sind schon legendär. Denn was könnte leckerer sein, als den eigenen, selbstgefangenen Rotlachs (sockeye) kaltgeräuchert im Kreise lieber Menschen zu genießen? Da fällt der Abschied nicht leicht, denn wer weiß schon so genau, wann es das nächste Mal mit einem Wiedersehen klappt?

Unsere Reise durch British Columbia geht weiter, und der Yellowhead Highway #16 wird uns in der kommenden Zeit stetig nach Westen führen – über Prince Rupert (auf Kaien Island gelegen) bis auf die Queen Charlotte Islands (Haida Gwaii). Aber da wir Prince Rupert bereits kennen, die Übernachtung im Hotel nahe des Fährterminals gebucht ist und unsere Fähre nach Haida Gwaii erst am nächsten Tag in See stechen wird, beschließen wir spontan, Port Edward und der nahe gelegenen, historischen Fischkonservenfabrik mit Museumsdorf einen Besuch abzustatten, um Neues zu entdecken und ein wenig tiefer in die Historie der Region einzutauchen.

Schon mal etwas von Port Edward gehört?

Port Edward, wo um alles in der Welt liegt eigentlich Port Edward? Ganz einfach, man verlässt kurz vor Kaien Island den Yellowhead Highway #16. Port Edward befindet sich etwa 15 Kilometer südlich von Prince Rupert und gute 130 Kilometer westlich von Terrace an der nordpazifischen Küste und im Einzugsgebiet der Skeena River-Mündung. Zugegeben, der nach Albert Edward beziehungsweise König Eduard VII. (von 1901 bis 1910 König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland) benannte Ort liegt nicht unbedingt auf den üblichen Touristenpfaden durch British Columbia und gehört aufgrund fehlender größerer Attraktionen definitiv nicht zu den typisch klassischen, allseits bekannten Anlaufpunkten im Westen Kanadas.

Viele lassen das winzige Städtchen links liegen, wobei die Bezeichnung Städtchen bei ungefähr 557 ständigen Einwohnern doch ein wenig übertrieben scheint. Dabei kann die kleine, beschauliche, wahrlich ruhige Siedlung auf eine beachtliche industrielle Geschichte zurückblicken, geprägt vom Fischfang (vorzugsweise Lachs), dessen Verarbeitung sowie Verpackung in den zahlreichen Konservenfabriken.

Port Edward repräsentierte bis in die 1960er-Jahre hinein eine der größten Fisch und Meeresfrüchte verarbeitenden Regionen des Nordens, wovon immer noch zahlreiche Industriegebäude zeugen. Und auch in der heutigen Zeit ist die Fischerei neben dem Forst- und Waldbetrieb weiterhin ein nicht zu vernachlässigendes Standbein der regionalen Ökonomie. Heute gehört selbstverständlich auch der Tourismus zu den Hauptwirtschaftsfaktoren und wichtigsten Einnahmequellen.

Den vollständigen Artikel von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard und viele weitere Beiträge aus den Ressorts Travel & Outdoors, Emigration & Working Holidays, Culture & Lifestyle lesen Sie in der neuen Ausgabe von 360° Kanada (Nr. 3/2012). Ab 14. Juni im Zeitschriftenhandel erhältlich oder unter redaktion@360grad-medien.de (als Printmagazin oder PDF).

Port Edward: Historische Fischkonservenfabrik und Museumsdorf
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Julia Schoon

Als Reporterin ist Julia Schoon in ihrem Element: Lieblingsthemen der freien Journalistin sind Berlin, Menschen und Reisen. Im Sommer 2010 verbrachte sie zwei Monate in Kanada, sechs Wochen davon lebte sie in Calgary. Auf ihren Recherchen lernte sie in den Drumheller Badlands, dass Bio-Repellent Moskitos kein bisschen abschreckt, in Vancouver, dass „gay the new black“ ist, und auf der Calgary Stampede, dass man so ziemlich alles frittieren kann.

http://www.julia-schoon.de

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