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Kunst auf der Eisbahn: Warming Huts Wettbewerb

Warming Huts Winnipeg
Warming Huts Wettbewerb: Kokonartige Hütte aus Seilen (c) The Forks North Portage Partnership

Im Winter wird es kalt in Winnipeg, der Hauptstadt von Manitoba. Dann verwandelt sich The Forks, der zentrale Marktplatz am Flussufer, zu dem auch schwimmende Bühnen gehören und wo im Sommer jede Menge Veranstaltungen stattfinden, in eine open air Eislaufbahn. Einheimische vergleichen sie manchmal mit der berühmten Eisbahn am New Yorker Rockefeller Centre. Mit dem Unterschied, dass man hier kostenlos zu Musik übers Eis gleiten kann.

Im Winter wird es leider auch oft windig in Winnipeg, was dazu führt, dass selbst den eifrigsten Eisläufern irgendwann frisch wird. Was hilft dagegen? Richtig: Ein windgeschützter Unterstand! Weil irgendeine Schutzhütte aber nicht dem Flair des Platzes gerecht würde, schreibt die Stadt den Architektur-Wettbewerb „Warming Huts“ aus – und zwar seit 2010 jedes Jahr aufs Neue.

Fünf Entwürfe (die die Jury aus 40 „spektakulären und phantastischen Einsendungen“ ausgewählt hat) wurden in diesem Winter  auf The Forks errichtet. Die drei Siegerhütten kommen aus Norwegen, der Tschechei und New York City, darunter ein Pavillon, dessen kokonartig geformten Wände aus Seilen bestehen, und ein Iglu aus hauchfeinem Eis, das von einer Maschine geblasen wurde. Ein Sonderpreis ging an ein Team von Architekturstudenten der University of Manitoba.

Am meisten Aufmerksamkeit aber erregte die Teilnahme des Stararchitekten Frank Gehry (von ihm stammt das Guggenheimmuseum in Bilbao oder das „tanzende Haus“ in Prag): Sein Entwurf einer Schutzhütte ist vielmehr ein Eispalast, erreichtet aus überdimensionalen, wild übereinander getürmten Eiswürfeln.

Kunst auf der Eisbahn: Warming Huts Wettbewerb
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Julia Schoon

Als Reporterin ist Julia Schoon in ihrem Element: Lieblingsthemen der freien Journalistin sind Berlin, Menschen und Reisen. Im Sommer 2010 verbrachte sie zwei Monate in Kanada, sechs Wochen davon lebte sie in Calgary. Auf ihren Recherchen lernte sie in den Drumheller Badlands, dass Bio-Repellent Moskitos kein bisschen abschreckt, in Vancouver, dass „gay the new black“ ist, und auf der Calgary Stampede, dass man so ziemlich alles frittieren kann.

http://www.julia-schoon.de

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