Faszination Kanada

Kanadas Nord-Westen, Traumziel für Individualisten – Teil 3

Von der Waterfall Route nach Yellowknife am Great Slave Lake

Beeindruckende Wasserfälle an der Waterfall Route bei Hay River. Die tosenden Wasser sind ein Schauspiel, dem man sich nicht entziehen kann. Und dann geht’s weiter, scheinbar endlos durch „The Middle of Nowhere“, bis plötzlich Yellowknife, die Hauptstadt der Northwest Territorries auftaucht. Ein lebendiges Städtchen im Sommer mit etwas über 20.000 Einwohnern. Und mit Scharen von Touristen, vor allen Dingen aus Asien, die im Winter in die Hauptstadt der Nordlichter anreisen, um das Schauspiel am Himmel zu erleben. Auf zu unserer -leider- letzten Etappe.

Tag 11: Twin Falls, Hay River und Great Slave Lake

Am nächsten Morgen besuchen wir zunächst das Visitor Center von Hay River. Anschließend geht es zurück auf die Waterfalls Route. Ziel ist der „Twin Falls Gorge Trail“. Auf einer Wanderung entlang des Trails lassen sich von verschiedenen Aussichtspunkten zwei spektakuläre Wasserfälle des Hay River, die Alexandra Falls und die Louise Falls bewundern. Die Alexandra Falls sind mit 32 Meter Tiefe die dritthöchsten Fälle der NWT. Über eine Treppe und einen kleinen Weg entlang des Hay Rivers kann man ganz nah an die Fälle herankommen.

Die Alexandra Falls, Teil der sogenannten Twin Fall. Die Fälle sind mit 32 Metern Höhe die dritthöchsten der NWT. Foto Daniela Ganz
Die Alexandra Falls, Teil der sogenannten Twin Fall. Die Fälle sind mit 32 Metern Höhe die dritthöchsten der NWT. Foto Daniela Ganz

Über einen Wanderweg im angrenzenden Wald gelangt man schließlich nach ca. 3 km zu den Louise Falls. Auch diese lassen sich sowohl von einer Aussichtplattform als auch aus nächster Nähe betrachten. Eine schwindelerregende Wendeltreppe führt einen bis an den Rand der Fälle. Die Louise Falls sind ein wenig kleiner als die Alexandra Falls, beeindrucken aber durch ihren kaskadenartigen Verlauf.

Die Louise Fall, Teil zwei der Twin Falls sind weniger hoch, aber wunderschön durch ihren Kaskadenverlauf. Foto Daniela Ganz
Die Louise Fall, Teil zwei der Twin Falls sind weniger hoch, aber wunderschön durch ihren Kaskadenverlauf. Foto Daniela Ganz

Auch sehenswert, der tiefe Canyon, durch den sich der Hay River schlängelt. Man kann die Kraft mit der sich das Wasser hier über die Jahre durch das Gestein gebahnt hat regelrecht spüren. Der idyllische Wanderweg durch den Wald ermöglicht außerdem mit viel Glück die eine oder andere Begegnung mit der heimischen Tierwelt (Eichhörnchen, Vögel und Biber). Des Weiteren finden sich entlang des Weges zahlreiche Tafeln, die die Geschichte der Dene Indianer erzählen.

Am Nachmittag sind wir zurück in Hay River und besuchen das örtliche Museum und Heritage Center. Hay River ist nach Yellowknife die zweitgrößte Gemeinde der NWT und liegt am Südufer des Great Slave Lake, der mit  27.048 Quadratkilometern Fläche der neuntgrößte See der Welt sowie der zweitgrößte See der NWT und der fünftgrößte in Nordamerika ist. Außerdem ist er mit ca. 600 m Tiefe der tiefste See Nordamerikas. Der Name des Sees hat nichts mit Sklaverei zu tun, sondern geht auf den Namen eines Indianervolkes, den Slavey zurück. Zum Abschluss des Tages besuchen wir einen Strand am Ufer dieses gigantischen Sees, der aus dieser Perspektive wie ein Meer erscheint, da man bis zum Horizont nichts als Wasser sieht.

Am Great Slave Lake, dem Großen Sklavensee in Hay River. Der See ist 50 mal größer als der Bodensee. Foto Daniela Ganz
Am Great Slave Lake, dem Großen Sklavensee in Hay River. Der See ist 50 mal größer als der Bodensee. Foto Daniela Ganz

Tag 12: Nordlichter und Fahrt nach Yellowknife (ca. 480 km)

Die NWT sind ein ausgezeichneter Ort, um die Aurora Borealis zu bewundern. Die Aurora, auch Polarlichter genannt, sind eine Leuchterscheinung, die entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonnenwinde aus der Magnetosphäre auf angeregte Stickstoff- und Sauerstoffmoleküle in den oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Je nach Art der Moleküle erscheint die Aurora in unterschiedlichen Farben. Grün ist die häufigste Erscheinung und entsteht durch die Reaktion mit Sauerstoffmolekülen. Die Prognose, in der heutige Nacht in Hay River die Aurora zu sehen ist recht gut und wir beschließen nach Mitternacht mal einen Blick nach draußen zu werfen. Und tatsächlich, wir haben Glück und können trotz der innerstädtischen Beleuchtung dieses Naturschauspiel bewundern. Ein jahrelanger Traum ist wahr geworden. Ich hatte nur wenig Hoffnung, dass Mitte August schon Nordlichter zu sehen sein würden. Umso schöner ist dieses Erlebnis für mich.

Ein jahrelanger Traum ist in Erfüllung gegangen, Mitten im August tanzen die Nordlichter über Hay River. Ich bin einfach nur glücklich. Foto Daniela Ganz
Ein jahrelanger Traum ist in Erfüllung gegangen, Mitten im August tanzen die Nordlichter über Hay River. Ich bin einfach nur glücklich. Foto Daniela Ganz

Ein wenig müde wegen unseres nächtlichen Ausflugs machen wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zur letzten Station unserer Reise. Yellowknife, die Hauptstadt der NWT. Yellowknife liegt am Nordufer des Great Slave Lakes und somit müssen wir nun auf dem Highway 3 weiter in den Norden fahren, den großen See rechts von uns lassend. Wieder eine endlos erscheinende Straße vor uns, die sich durch eine wunderschöne Landschaft aus zahlreichen kleinen Seen und Wäldern schlängelt. Auf dem Weg entdecken wir Kanadakraniche und Weißkopfseeadler.

Die Ruhe, die Stille, eine eingeübte Choreographie des Vogelfluges. Die Northwest Territories halten mich in ihrem Bann. Foto Daniela Ganz
Die Ruhe, die Stille, eine eingeübte Choreographie des Vogelfluges. Die Northwest Territories halten mich in ihrem Bann. Foto Daniela Ganz

Bevor wir unseren ersten Zwischenstopp Fort Providence erreichen, müssen wir den Mackenzie River überqueren. Seit 2012 ist dies über die imposante Deh Cho Bridge möglich. Vorher gab es auch hier einen Fährbetrieb.

Über 1,6 Kilometer lang, über 1,1 Kilometer überspannt sie den Mackenzie River bei Fort Providence. Foto Daniela Ganz
Über 1,6 Kilometer lang, über 1,1 Kilometer überspannt sie den Mackenzie River bei Fort Providence. Foto Daniela Ganz

In Fort Providence besuchen wir den örtlichen Craft Shop. Hier gibt es wieder die handgefertigten Kunstwerke aus Birkenrinde und andere schöne Stücke zu bewundern. Nach einer kleinen Stärkung geht es dann weiter Richtung Norden. Es dauert nicht lange und wir stoßen wieder auf eine große Bisonherde, die am Straßenrand grast und durch mehrfachen Wechsel der Straßenseiten den Verkehr aufhält. Es ist spannend das Verhalten dieser Tiere zu beobachten. Der Bison ist ein in Nordamerika weit verbreitetes Wildrind, welches das größte Landsäugetier der Region darstellt. Die Kühe und Kälber leben in Herden, die bis zu 50 Tiere stark sein können. Ausgewachsene Bullen leben meist als Einzelgänger bzw. ein einzelner Bulle ist oftmals das Leittier einer Herde. Der Bulle, der das Leittier unserer Herde am Highway ist, hat uns die ganze Zeit über genau im Auge und sorgt für die notwendige Sicherheit seiner Kühe und Kälbchen. Alle Tiere der Gruppe hören auf sein Kommando.

Alles hört in der großen Bison-Herde bei Fort Providence auf das Kommando dieses mächtigen Bullen. Foto Daniela Ganz
Alles hört in der großen Bison-Herde bei Fort Providence auf das Kommando dieses mächtigen Bullen. Foto Daniela Ganz
Wenn die Bisons sich auf dem Highway aufhalten, dann stoppt der ganze Straßenverkehr, der jedoch in dieser Gegend überschaubar ist. Foto Daniela Ganz
Wenn die Bisons sich auf dem Highway aufhalten, dann stoppt der ganze Straßenverkehr, der jedoch in dieser Gegend überschaubar ist. Foto Daniela Ganz

Bei der kleinen Gemeinde Edzo passieren wir schließlich den nördlichsten Punkt unserer Tour, dann geht es Richtung Osten weiter. Wir halten an einem Rastplatz direkt am Great Slave Lake zu einer kleinen Pause bevor wir die letzte Etappe nach Yellowknife antreten.

Tag 13: Yellowknife

Yellowknife ist die Hauptstadt der NWT und bekannt durch ihre reichen Vorkommen an Gold und Diamanten. Goldsucher siedelten als erstes in dem Gebiet und gründeten die Siedlung „Old Town“ in den 30er Jahren. Immer neue Goldfunde sorgten für einen starken Bevölkerungsanstieg und damit verbunden dem Ausbau der Siedlung. Diamanten wurden erstmals Anfang der 90er entdeckt und sorgten für einen erneuten Aufschwung. Drei große Minen zur Diamentengewinnung liegen ungefähr 300 Kilometer nördlich und nordöstlich der Stadt. Über den Landweg sind diese Minen nur für etwa 2 bis 3 Monate im Jahr über eine Eisstraße erreichbar. Am Morgen besuchen wir als erstes die „Legislative Assembly“, das Regierungsgebäude der Stadt. Hier bekommen wir eine Führung mit vielen Information. Beeindruckende Kunstwerke schmücken die Gänge und Räume.

Chamber im Legislative Assembly Yellowknife. Foto Daniela Ganz
Chamber im Legislative Assembly Yellowknife. Foto Daniela Ganz

Im Anschluss besuchen wir das „Prince of Whales Northern Heritage Center“, welches zeitgleich ein Museum und Stadtarchiv ist. Das Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung von Objekten, die sowohl die Geschichte und Kultur als auch die Flora, Fauna und Geologie der Region repräsentieren. Bevor es weitergeht, machen wir einen kleinen Spaziergang zum nahegelegenen Sombe K’e Park mit Blick auf den Frame Lake.

Dann machen wir uns auf den Weg zu Buffalo Airways, wo uns eine Führung durch deren Flugzeug-Hangar erwartet. Buffalo Airways bietet Fracht- und Passagier-Charterflüge für die NWT, Alberta und Yukon an und fliegt z.B. auch Feuerlöscheinsätze. Die Airline besitzt unter anderem Weltkriegsflugzeuge vom Typ Douglas DC-3 und C-46 sowie diverse Cessna-Modelle. Bei der Besichtigung des Hangars konnten wir einen genauen Blick auf die verschiedenen Maschinen werfen und die Landung einer Lockheed L-188 Electra hautnah miterleben.

Fliegende Legende und TV-Star bei den Ice-Pilots NWT, die Douglas DC-3 der Buffalo Airways in Yellowknife. Foto Daniela Ganz
Fliegende Legende und TV-Star bei den Ice-Pilots NWT, die Douglas DC-3 der Buffalo Airways in Yellowknife. Foto Daniela Ganz

Buffalo Airways erlangte außerdem Bekanntheit durch die Reality-TV-Show „Ice Pilots NWT“, welche über den Arbeitsalltag der Mitarbeiter der Airline berichtet. Den Abschluss unserer heutigen Tour durch Yellowknife bildet der Besuch des NWT Diamond Center. Hier sehen wir einen kurzen Film über die Diamantenminen und können anschließend einem Fachmann beim Schleifen der Rohdiamanten über die Schulter schauen.

Einen sehr ereignisreichen Tag lassen wir beim Abendessen im Bullocks Bistro ausklingen. Das Bullocks Bistro ist ein uriges Fisch-Lokal mit Charakter. Die besten Fish and Chips, die man sich vorstellen kann. Frischer Fisch in einer leckeren Panade frittiert, angerichtet mit Kartoffelspalten und einer leckeren selbstgemachten Dillsauce, dazu Salat mit einem grandiosen selbstgemachten Dressing. Ein wahrer Genuss. Als Highlight kann man der Köchin bei der Zubereitung des Essens aus immer frischen Zutaten zuschauen.

Nach einem Frachtflug kehrt die Lockheed L-188 Electra der Buffalo Airways zu ihrem Heimatflughafen in Yellowknife zurück. Foto Daniela Ganz
Nach einem Frachtflug kehrt die Lockheed L-188 Electra der Buffalo Airways zu ihrem Heimatflughafen in Yellowknife zurück. Foto Daniela Ganz

Tag 14: Yellowknife

Am Vormittag steht eine Bootsfahrt auf dem Great Slave Lake an. Wir machen uns auf den Weg zu „Yellowknife Outdoor Adventures“ und treffen auf Carlos, unseren Guide für diese Tour. In einem kleinen Fischerboot geht es für ca. 2 Stunden raus auf den See. Carlos fährt uns zunächst in die Back Bay und dann zurück in die Yellowknife Bay. Unterwegs sehen wir die gewaltigen Steinformationen, in denen vermutlich noch der ein oder andere Goldschatz schlummert. Wir entdecken einige Wasservögel sowie zahlreiche Raben. Carlos versorgt uns auf amüsante Art mit Geschichten und Informationen über Yellowknife und die Region. Wir erfahren einiges über die Zeit des Goldrausch und dass Teile des Sees mit Arsen verunreinigt sind, eine Folge der Goldgewinnung aus dem Gestein. Gegen Ende der Tour passieren wir noch die stetig anwachsende Hausboot-Siedlung. Hier finden sich viele interessante Gebäude, darunter auch ein Café, sowie Bed & Breakfast Hotels.

Auf geht's zu einer Bootstour mit Yellowknife Outdoor Adventures auf den Great Slave Lake. Bootsführer Carlos weiss eine Menge zu erzählen. Einfach spannend. Foto Daniela Ganz
Auf geht’s zu einer Bootstour mit Yellowknife Outdoor Adventures auf den Great Slave Lake. Bootsführer Carlos weiss eine Menge zu erzählen. Einfach spannend. Foto Daniela Ganz
Hausboote wie dieses säumen einen ganzen Uferbereich des Great Slave Lake in Yelloknife. Da würde ich auch einmal gerne ein Weilchen wohnen. Foto Daniela Ganz
Hausboote wie dieses säumen einen ganzen Uferbereich des Great Slave Lake in Yelloknife. Da würde ich auch einmal gerne ein Weilchen wohnen. Foto Daniela Ganz

Nach diesem kleinen Abenteuer auf dem Wasser besuchen wir noch das „Pilot Monument“. Es befindet sich auf „The Rock“, dem höchsten Felsen in Old Town und erinnert an die Buschpiloten der 20er und 30er Jahre, welche bei ihren Einsätzen ihr Leben aufs Spiel setzten oder gar verloren. Der Felsen ist außerdem ein idealer Aussichtspunkt mit 360° Rundumblick. Von hier aus sieht man die Back Bay und Yellowknife Bay sowie Old Town und die neuen Gebiete der Stadt.

Blick vom Pilots Momunet über den Great Slave Lake in Yellowknife. Foto Daniela Ganz
Blick vom Pilots Momunet über den Great Slave Lake in Yellowknife. Foto Daniela Ganz

In unmittelbarer Nähe stößt man auf eine Felsenmalerei, welche den Zusammenhalt der First Nations mit den europäischen Einwanderern symbolisieren soll. Später geht es zum „Northern Mining Heritage“, einem Freilichtmuseum, welches Objekte aus der „Giant Mine“, einer der Goldminen aus der Zeit des Goldrausches zeigt. Auf Hinweistafeln neben den alten Geräten und Fahrzeugen erfährt man einiges über die Technik der Goldgewinnung. Zum Abschluss fahren wir an den Frame Lake auf der anderen Seite der Stadt und unternehmen eine kleine Wanderung auf dem „McMahon Frame Lake Trail“. Der felsige Weg führt uns zu dem ein oder anderen Aussichtspunkt, von wo aus wir einen schönen Blick auf den See haben.

Die Malereien und Handabdrücke sollen den Zusammenhalt zwischen den First Nations und den europäischen Einwanderern in die NWT symbolisieren. Foto Daniela Ganz
Die Malereien und Handabdrücke sollen den Zusammenhalt zwischen den First Nations und den europäischen Einwanderern in die NWT symbolisieren. Foto Daniela Ganz

Am Abend geht es in das älteste Lokal der Stadt, dem „Wildcat Cafe“. Eine Blockhütte, welche zu den Kulturdenkmälern der Stadt gehört und eine der bekanntesten Touristenattraktionen ist. Uns erwartet eine köstliche regionale Küche.

Schließlich lassen wir als Ausklang eines weiteren spannenden Tages bei einem Drink im „Kilt & Castle“ Pub die gesamte Reise nochmal Revue passieren, denn am nächsten Tag geht es leider schon wieder nach Hause.

Tag 15: Abreise

Leider geht die Reise heute zu Ende und es heißt Abschied nehmen. Was bleibt ist die Erinnerung an zwei ereignisreiche Wochen in Kanadas Territorien Yukon und Northwest. Meine Erwartungen wurden weit übertroffen und meine Begeisterung für den hohen Norden des Landes ist ungebrochen.

Warum also lohnt sich eine Tour durch Kanadas nördliche Territorien?

Die Region besticht durch ihre einzigartige Vegetation und Geologie, welche einem auf den endlosen Highways zu beiden Seiten begleitet. Die wasserreiche Gegend mit all ihren Flüssen und Seen beeindruckt außerdem durch ihre grandiose Weite. Die Northwest Territories tragen zu Recht die Bezeichnung „spectacular“. Auch das Motto des Yukon Territory „Larger than Life“ trifft es auf den Punkt. Da noch nicht so touristisch erschlossen wie andere Regionen im Westen oder Osten des Landes, begegnet man hier, wenn überhaupt hauptsächlich Einheimischen und kann auch in die Kultur der Region eintauchen. Auch wenn man dadurch Abstriche bei Komfort und Luxus machen muss, da z.B. die Auswahl an Hotels und Restaurants auf der Strecke eher gering ist, schmälert dies jedoch in keiner Weise das Reiseerlebnis. Jede Tiersichtung ist ein Highlight, denn hier befindet man sich in der echten Wildnis und nicht in einem für Touristen angelegten Tierpark. Die Chance hier die wunderschöne Aurora borealis zu Gesicht zu bekommen, ist zwischen August und März sehr hoch. Unterwegs gibt es viel Spannendes zur Geschichte und Kultur des Landes und ihrer Einwohner (ob First Nations oder Einwanderer) zu erfahren. Es ist beeindruckend zu sehen, unter welchen offensichtlichen Strapazen die Menschen damals diese Region erschlossen, ja bezwungen haben, um ihrem Traum z.B. Gold zu finden oder Handelswege zu erschaffen zu erfüllen. Es handelt sich also um eine ganz besondere Reise, geeignet für all diejenigen, die sich mehr wünschen, als den üblichen Touristen-Viehtrieb.

Der Norden Kanadas bleibt somit definitiv mein Favorit und ich hoffe, es war nicht mein letzter Besuch.

Die Flaggen von Yellowknife, Canada und Northwest Territorries am McMahon Frame Lake Trail, Yellowknife. Foto Daniela Ganz
Die Flaggen von Yellowknife, Canada und Northwest Territorries am McMahon Frame Lake Trail, Yellowknife. Foto Daniela Ganz

Ich habe auf meiner Tour viel erlebt, viel von den Menschen über die Geschichte der NWT erfahren. Trotz alledem war ich auf Informationen angewiesen, um den Bericht mit einigem Hintergrundwissen zu ergänzen.

Hier meine Quellen:

www.wikipedia.de / www.wikipedia.org
https://spectacularnwt.com/
https://www.travelyukon.com/en

Home


https://www.northernlightscentre.ca/
http://www.northernrockieslodge.com/
http://www.mackenzierest.ca/
http://www.buffaloairways.com/
https://yellowknifeoutdooradventures.com/

Kanadas Nord-Westen, Traumziel für Individualisten – Teil 3
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Daniela Ganz

Daniela Ganz

Daniela Ganz ist schon seit Teenagertagen begeistert von Kanada, bereist seit 2013 regelmäßig ihr Traumland. Ihr Ziel ist, jede Provinz oder Territorium wenigstens einmal besucht zu haben. Aber der größte Wunsch ist eines Tages tatsächlich auszuwandern. Derzeit noch tätig im labormedizinischen Bereich, strebt sie eine Tätigkeit in der Tourismusbranche an, mit dem Ziel ihre eigene Begeisterung für das Land auch an andere weiter zu geben. Erste Erfahrungen als Stadtführerin konnte sie schon sammeln und sie hofft dies eines Tages erfolgreich auch in Kanada umsetzen zu können. Am liebsten im Westen oder Norden des Landes in Regionen, die vor allem durch ihre landschaftlichen Besonderheiten hervorstechen.

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