Faszination Kanada

Die mystischen Nordlichter perfekt fotografieren

Die magischen Nordlichter perfekt fotografieren, ein spannendes Erlebnis. Foto Jacetan / Deposit

Die magischen Nordlichter perfekt fotografieren, ein spannendes Erlebnis. Foto Jacetan / Deposit

Wie euch perfekte Bilder der Aurora borealis und der Aurora australis gelingen

Ihr seid in der Zeit der langen Nächte auf der Nord- oder Südhalbkugel unterwegs und würdet gerne das magische Polarlicht fotografieren? Dann haben wir ein paar gute und wichtige Tipps für euch, dass die Bilder gelingen und ihr wunderschöne Nachtimpressionen mit nach Hause nehmen könnt.

Wie das Polarlicht entsteht, das auf der Nordhalbkugel wissenschaftlich Aurora borealis und auf der Südhalbkugel Aurora australis genannt wird, das haben wir in einem gesonderten Artikel beschrieben. Wir haben uns in diesem Text auf das Naturphänomen der Nordhalbkugel beschränkt. Ebenso haben wir in einem weiteren Artikel beschrieben, wo man das Polarlicht in Kanada am besten beobachten und fotografieren kann. In diesem Artikel zeigen wir euch, was ihr benötigt, um tolle und beeindruckende Bilder von den Nordlichtern zu fotografieren, wie die Aurora borealis auch genannt wird.

Welche Ausstattung wird benötigt, um die Nordlichter zu fotografieren?

Das perfekte Fotografieren der Nordlichter verlangt nach längeren Belichtungszeiten, die nicht mit der Hand zu halten sind. Deshalb ist es wichtig, ein gutes, auch in unwegsamen Gelände stabiles Stativ an Bord zu haben. Und auch die Kamera-Ausstattung sollte höherwertig sein, damit ihr später mit euren Nordlicht-Bildern zufrieden seid. Denn wer hat nicht schon mit großer Begeisterung beeindruckende Fotos der Aurora borealis in Foren oder Büchern gesehen? Wir empfehlen als Objektiv ein Weitwinkel von 8-20mm f1.4 bis f2.8.

Was für ein begeisterndes Farbenspiel am Himmel. Nordlichter fotografieren, das mystische Himmelsereignis. Foto molka / Deposit
Was für ein begeisterndes Farbenspiel am Himmel. Polarlichter, das mystische Himmelsereignis. Foto molka / Deposit

Welche Einstellungen muss ich schon vorab vornehmen?

Um beim Aurora hunting, der Jagd auf die Nordlichter schnell handeln zu können, sind einige Voreinstellungen an der Kamera notwendig, die am besten bei Licht in der Unterkunft vorgenommen werden. So sollte die ISO Einstellung zwischen 1600 und 2500 liegen, Profis stellen auch ISO 3200 ein. Das Objektiv muss auf den Infinity Modus gestellt sein, also manuell auf unendlich. Der Modus kann auch mit einem Leuchtstift markiert werden. Die Belichtungszeit sollte je nach Stärke der Aktivität der Nordlichter zwischen 10 und 20 Sekunden liegen, auf jeden Fall unter 30 Sekunden, da sonst die Sterne als kleine Striche auf dem Foto erscheinen. Die vorab vorgenommenen Einstellungen müssen je nach Intensität der Aurora vor Ort nachjustiert werden. Dann steht einem Erfolg beim Nordlichter fotografieren nichts mehr im Wege. Wer die Aurora borealis sieht, der vergisst Zeit und Raum, spürt die Kälte nicht mehr und will nur noch fotografieren. Also ausreichend Ersatz-Akkus mitnehmen!



Gelingt das Nordlichter fotografieren auch mit dem I-Phone oder einem Android Smartphone?

Sicherlich werden die Kameras in den Smartphones und I-Phones immer besser, aber bis heute sind uns keine außergewöhnlich guten Bilder mit diesem Kameras bekannt, das Nordlichter fotografieren endet meist mit traurigen Gesichtern. Lediglich das Huawei P30 Pro bietet in Verbindung mit einem Stativ die Möglichkeit, gute Bilder der Aurora borealis zu machen. Zum neuen Modell des I-Phones liegen uns leider noch keine Erfahrungswerte vor, vielleicht gibt uns ein Leser mit diesem Modell eine entsprechende Rückmeldung.

Die mystischen Nordlichter fotografieren – unsere Zusammenfassung

  • ein gutes, stabiles Stativ ist Pflicht
  • nutzt ein lichtstarktes Objektiv
  • lernt eure Kamera kennen, achtet bei der ISO Einstellung darauf, dass die Bilder nicht „rauschen“
  • stellt Kamera und Objektiv vorab auf manuell und unendlich, Autofokus aus, ISO 1600 bis 3200
  • Ersatz-Akkus nicht vergessen
Was für ein schönes Erlebnis, Nordlichter fotografieren in traumhafter Natur, weit weg von Lichtverschmutzungen und Zivilisationslärm. Foto surangastock / Deposit
Was für ein schönes Erlebnis, Nordlichter fotografieren in traumhafter Natur, weit weg von Lichtverschmutzungen und Zivilisationslärm. Foto surangastock / Deposit

Zu guter Letzt, perfekte Fotos des Polarlichtes gelingen nur, wenn alle wichtigen Faktoren zusammenspielen. Zunächst ist es das Wetter, das uns eine klare Sicht in den Himmel gewährleisten muss. Dann muss die Sonnenaktivität passen, damit die Polarlichter auf der Erde intensiv und in ihrer Farbenvielfalt zu sehen sind. Aus unserer Sicht gibt es keine allgemein gültige Formel, dass die Fotos optimal gelingen, vielmehr ist es ein Zusammenspiel zwischen dem Fotografen, seiner Kamera und den Nordlichtern. Damit aus dem zumeist in der kalten Jahreszeit stattfindendem faszinierenden Aurora hunting kein Desaster wird, gilt für den Fotografen, sich gut anzuziehen, am besten im Zwiebel-Style, gutes, warmes Schuhwerk ist ebenso Pflicht wie der Schutz der Haut im Gesicht und an den Händen. Dann, und das garantieren wir fast ohne Einschränkung, wird das Nordlichter fotografieren und das Nachbearbeiten der Bilder eine Sucht ohne Reue und ein schönes Hobby, dass viele Gleichgesinnte in die Weite der Natur, abseits der Lichtverschmutzungen durch Siedlungen und in absolute Stille lockt.

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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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