Faszination Kanada

13 Sehenswürdigkeiten, die ihr in Ottawa nicht versäumen dürft

Ein traumhafter Panoramablick auf die Bundeshauptstadt Ottawa in schwarz/weiss. Foto hstiver/Deposit

Die Bundeshauptstadt ist mehr als Sitz des Parlaments, der Regierung und der Behörden

Ottawa, die Bundeshauptstadt Kanadas mit ihren 883.390 Einwohnern begrüßt am Ottawa Fluss gelegen ihre Gäste mit vielen Sehenswürdigkeiten. Wenn ihr Ottawa besucht, dann solltet ihr euch die Zeit nehmen, die in diesem Artikel vorgestellten Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Die Stadt mit offiziell zwei Amtssprachen heißt euch herzlich willkommen.

Rideau Canal

Der Rideau Canal im Herbst, UNESCO Weltkulturerbe, National Historic Site und ganzjährige Attraktion für Einheimische und Besucher aus aller Welt. Foto Ottawa Tourism
Der Rideau Canal im Herbst, UNESCO Weltkulturerbe, National Historic Site und ganzjährige Attraktion für Einheimische und Besucher aus aller Welt. Foto Ottawa Tourism

Der Rideau Kanal, der im Jahr 1832 eröffnet wurde, ist die älteste ununterbrochen genutzte Wasserstraße auf dem nordamerikanischen Kontinent. Anders als es der Name Kanal besagt, sind nur 19 Kilometer der Wasserstraße künstlich angelegt, der Rest nutzt ausgebaute Abschnitte des Rideau und des Cataraqui River sowie Seen. Damit die Wasserstraße schiffbar gemacht werden konnte, mussten an 24 Standorten insgesamt 47 Schleusen eingebaut werden. Im Jahr 2007 wurde der Rideau Canal, der die Bundeshauptstadt Ottawa mit der am Ontariosee gelegenen Stadt Kingston verbindet, zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Ursprünglich wurde der Rideau Canal als militärische Wasserstraße zur Versorgung und Kommunikation zwischen Montreal und Kingston ausgebaut. Nach fünf Jahren Bauzeit war jedoch schnell klar, dass er diesen Zweck nie erfüllen muss, da es keine weiteren Auseinandersetzungen zwischen Kanada und den USA gab.
Aber aus wirtschaftlicher Sicht erfüllte er einige Jahre seinen Zweck als Transportroute für kleinere Frachtschiffe. Heute ist aus dem Rideau Canal eine touristisch erschlossene Attraktion geworden. 1925 zur National Historic Site of Canada ernannt, lädt die Wasserstraße dazu ein, sie vom Rad oder zu Fuß zu erkunden, oder sie auf einer Rundfahrt zu entdecken. Eine tolle Urlaubsmöglichkeit ist, die Landschaft vom Rideau Canal aus mit einem Hausboot zu erleben. Schon das Schleusen des Bootes ist ein Abenteuer, das einen mitnimmt in längst vergangene Zeiten, denn die meisten der Schleusen werden noch heute von Hand bedient. Es gibt also das Schleusen inklusive einem Schwätzchen mit dem Schleusenwärter.

Im Winter wird aus der Rideau Canal Wasserstraße der Rideau Canal Skateway, die größte Freiluft-Eislaufarena der Welt. Foto Ottawa Tourism
Im Winter wird aus der Rideau Canal Wasserstraße der Rideau Canal Skateway, die größte Freiluft-Eislaufarena der Welt. Foto Ottawa Tourism

Auch im Winter ist der Rideau Canal eine Attraktion. Dann werden 6,5 Kilometer des Kanales zum Rideau Skateway und das mitten im Stadtzentrum von Ottawa, die weltweit größte Anlage für das Eislaufen.

Parliament Hill

Blick auf den Parliament Hill in der kanadischen Bundeshauptstadt Ottawa. Foto Ottawa Tourism
Blick auf den Parliament Hill in der kanadischen Bundeshauptstadt Ottawa. Foto Ottawa Tourism

Ursprünglich war der über der Stadt erhabene Parlamentshügel Standort einer Militärkaserne. Nachdem Queen Victoria Ottawa zur Hauptstadt der Provinz Kanada bestimmt hat, begann der Umbau zum Regierungsviertel, zum Parliament Hill, wie das gesamte Ensemble genannt wird. Heute geht das Regierungsviertel Ottawas weit über den Parliament Hill hinaus, Gebäude der Regierungsorganisationen befinden sich heute in der Stadt und der Zwillingsstadt Gatineau. Auf dem Parliament Hill tagen der Senat und das House of Commons.

Blick in den Parlamentssaal des Senats von Kanada. Foto Senat of Canada
Blick in den Parlamentssaal des Senats von Kanada. Foto Senat of Canada

Der 8,8 Hektar große Parliament Hill, der heute von drei Millionen Gästen besucht wird, ist geprägt von den drei Hauptgebäuden Centre Block mit dem 92 Meter hohen Peace Tower, dem East Block und dem West Block.

Faszination-Kanada.com informiert: Der Centre Block muss einer umfassenden Sanierung und Renovierung unterzogen werden, die ungefähr zehn Jahre andauern wird. In diesem Zeitraum kann das Gebäude einschließlich der Parlamentsbibliothek nicht besichtigt werden. Führungen durch das Parlament werden angeboten und sind möglich. Senatstouren werden im Senat des Canada Building und im House of Commons im neu restaurierten West Block angeboten.

Der Parliament Hill ist auch geprägt von Gärten, in denen zahlreiche Statuen, die Persönlichkeiten der kanadischen Geschichte darstellen, Monumente und ein Pavillon stehen. Alle anderen Flächen befinden sich in einem naturnahen Zustand. Die Statuen zeigen unter anderem John Macdonald, Königin Victoria, Alexander Mackenzie und Königin Elisabeth II. Unter den Monumenten auf dem Parliament Hill finden sich die Centennial Flame und das Police und Peace Officers‘ Memorial, das an in Ausübung ihres Dienstes verstorbene Polizeibeamte erinnert.

National Gallery of Canada

Sie ist eines der führenden Kunstmuseen in Kanada und Nordamerika, die National Gallery of Canada. Die Sammlung der National Gallery umfasst neben umfangreichen Werken kanadischer und indigener Kunst, unter anderem von Tom Thomson, Emily Carr und Mitgliedern der „Group of Seven“ auch Werke europäischer und nordamerikanischer Künstler. So finden sich einige der bedeutensten Arbeiten von Andy Warhol in den Räumen der National Gallery of Canada. Insgesamt mehr als 75.000 Kunstwerke sowie umfangreiche Bibliotheks- und Archivbestände beherbergt die National Gallery of Canada in ihren Räumen.

Die 1880 von John Douglas Sutherland Campbell, dem 9. Duke von Argyll gegründete Galerie ist im Laufe ihres Bestehens mehrfach umgezogen, zuletzt im Jahr 1988, in die neuen Räume des vom israelisch-kanadischen Architekten Mosche Safdie entworfenen markanten Bauwerkes aus Glas und Granit.

Kanadas Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft

Das Gebäude des Kanada Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft gilt als architektonische Meisterleistung. Foto Canadian Museum of History
Das Gebäude des Kanada Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft gilt als architektonische Meisterleistung. Foto Canadian Museum of History

Das Kanada Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft (engl. Canadian Museum of History, französisch Musée canadien de l’histoire) ist das meistbesuchte Museum in Kanada. Auf 25.000 Quadratmeter, 2,5 Hektar Gebäudefläche werden 20.000 Jahre menschlicher Geschichte im heutigen Kanada mit über 218.000 Exponaten dokumentiert und vorgestellt. Ungefähr 1,3 Millionen Menschen besuchen jährlich das Canadian Museum of History, das 1856, also noch vor der offizielle Gründung Kanadas, eröffnet wurde. Eine Besonderheit ist, dass das Museum nicht direkt in Ottawa/Ontario beheimatet ist, sondern in der in der Provinz Québec gelegenen Schwesterstadt Gatineau. Das Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft ist auch eine der wichtigsten Forschungsinstitutionen Kanadas mit den Schwerpunkten Archäologie, Geschichte, Ethnologie und sowie die Erforschung der Kultur des Landes.

Auch Kinder können im Canadian Museum of History auf Entdeckungsreise gehen. Foto Canadian Museum of History
Auch Kinder können im Canadian Museum of History auf Entdeckungsreise gehen. Foto Canadian Museum of History

Das Gebäude, in dem das Canadian Museum of History heute untergebracht ist, stammt aus dem Jahr 1989. Das von Douglas Cardinal entworfene Gebäude gilt als Meisterwerk der Architektur, es wurde aus einheimischen Materialien und in Anlehnung von Elementen der First Nation Kulturen gebaut. Schwerpunkt der Ausstellungen im Kanada Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft ist die Geschichte des heutigen Kanada seit der ersten Besiedlung durch Menschen. Ebenso sind das Postmuseum, das Virtual Museum of New France und ein Kindermuseum in dem eindrucksvollen Gebäude untergebracht.

Canadian War Museum

Ein besonderes Kapitel kanadischer Geschichte zeigt das Canadian War Museum, das kanadische Kriegsmuseum (französisch Musée Canadien de la Guerre). Es ist eines der größten Museen in der Hauptstadt Ottawa, entstanden aus einer Sammlung militärischer Artefakte, die im Jahr 1880 angelegt wurde. Mit der Sammlung beleuchtet das Museum die Teilnahme an kriegerischen Konflikten bis zum heutigen Tag. Gezeigt werden unter anderem die Greuel des I. Weltkrieges, in der Schlacht am Vimy Ridge gegen die deutschen Truppen, hat sich nach Überzeugung vieler die menschliche Vereinigung aller kanadischer Provinzen zu einem Staat erst richtig vollzogen. Beeindruckend wird auch der Blutzoll bei der Landung in der Normandie dargestellt.

Das Gebäude des Canadian War Museum, Blick von der Booth Street und dem Sir John A. Macdonald Parkway. Foto Canadian War Museum
Das Gebäude des Canadian War Museum, Blick von der Booth Street und dem Sir John A. Macdonald Parkway. Foto Canadian War Museum

Die Darstellung der Militärgeschichte Kanadas ist bewusst neutral, aber sehr anschaulich gehalten. Auch die Kriegsverbrechen des kanadischen Militärs im Burenkrieg wird nicht verschwiegen. Originalgetreue Darstellungen wie die eines Schützengrabens aus dem I. Weltkrieg und andere Schaustücke wie das Mercedes-Benz 770 Cabriolet von Adolf Hitler, ein russischer T-72 Panzer der DDR-Volksarmee und anderes seltenes Kriegsgerät werden gezeigt. Die Militärgeschichte Kanadas gehört zur Geschichte des Landes, das Museum, das jedes Jahr von über 500.000 Menschen besucht wird, sollte mit auf dem Programm eines Besuchers der Stadt Ottawa stehen. Das Museum wird von der Canadian Museum of History Corporation betreut, sie betreibt auch das anadian Museum of History, Canadian Children’s Museum, Canadian Postal Museum und das Virtual Museum of New France. Seit 2005 ist das Museum in einem Neubau am Ottawa-Fluss beheimatet.

Blick ins Innere des Canadian War Museum mit einer CF-101 Voodoo Interceptor in der LeBreton Gallery. Foto Canadian War Museum
Blick ins Innere des Canadian War Museum mit einer CF-101 Voodoo Interceptor in der LeBreton Gallery. Foto Canadian War Museum

Rideau Hall

Eine weitere Besonderheit in der kanadischen Bundeshauptstadt Ottawa ist Rideau Hall. Von 1838 bis 1855 war das stattliche Anwesen mit Gebäude und 32 Hektar Land Wohnsitz des Erbauers, des Architekten Thomas MacKay. Als Königin Victoria Ottawa als Hauptstadt Kanadas ausrief wurde das Haus offizielle Residenz der Königin von Kanada und des Generalgouverneurs von Kanada als Stellvertreter der Königin oder des König im Lande. Am 1913 fertiggestellten Haupteingang in Rideau Hall sind alle Wappen der Gouverneure von Kanada dargestellt, die Ehre des Ersten gebührt Samuel de Champlain, dem ersten Gouverneur von Neufrankreich. In Rideau Hall werden diplomatische Empfänge veranstaltet, hier werden der Premierminister und die Kabinettsmitglieder vereidigt und die in Rideau Hall erfolgt die Berufung zum Order of Canada. Seit dem Jahr 1977 ist das Gebäude mit dem es umgebenden Land National Historic Site.
In Rideau Hall hat auch die gleichnamige Stiftung, die Rideau Hall Foundation ihren Sitz, die der von 2010 bis 2017 amtierende Generalgouverneur David Johnston gegründet hat. Die Stiftung fördert die allgemeine Bildung, das Heranziehen künftiger politischer Führer und die umfassende Erneuerung Kanadas. Eine selbständige Teilstiftung, der Arctic-Inspiration-Preis fördert das Leben im hohen Norden.

Major’s Hill Park

Der Major's Hill Park im Herzen Ottawas. Foto National Capital Commission
Der Major’s Hill Park im Herzen Ottawas. Foto National Capital Commission

Der Major’s Hill Park ist ein Innenstadt-Park in Ottawa. Er befindet sich am Rideau Canal, an der Mündung in den Ottawa River. In unmittelbarer Nähe des Major’s Hill Park befinden sich das Parlamentsgebäude, die National Gallery of Canada, die Botschaft der USA und ein Markt. Auf einem Grundstücksteil, das früher Bestandteil des Stadtparks war, steht heute das Chateau Laurier Hotel. Ursprünglich Colonel’s Hill genannt, wurden auf dem Hügel des heutigen Parks die Arbeiter, die den Rideau Canal gebaut haben, untergebracht. Nachdem der Inspektor des Kanals, Captain Daniel Bolton zum Major befördert wurde und Ottawa verließ, wurde der Hügel als Major’s Hill bekannt. Eine Gedenktafel und eine Statue erinnern an Major Bolton, dessen Wohnsitz auf dem Hügel im Oktober 1848 niederbrannte. Der Major’s Hill Park, der von der National Capital Commission verwaltet wird, wird häufig als Veranstaltungsort genutzt, so nimmt er eine zentrale Rolle bei den Feierlichkeiten zum Canada Day ein. Darüber hinaus wird auf dem Gelände das B in the Park durchgeführt, ein Konzert mit Dudelsackpfeifern und Hochlandtänzern aus aller Welt. Das Konzert ist Bestandteil der Glengarry Highland Games und wird von Kanadas ältester ziviler Pipe Band, den Sons of Scotland Pipe Band of Ottawa präsentiert.

Der Major's Hill Park ist Teil der grünen Lunge Ottawas. Foto National Capital Commission
Der Major’s Hill Park ist Teil der grünen Lunge Ottawas. Foto National Capital Commission

Kathedralbasilika Notre Dame

Blick auf die Kathedralbasilika Notre Dame im Herzen Ottawas. Foto Brian Kutner/Ottawa Notre Dame Cathedral Basilica
Blick auf die Kathedralbasilika Notre Dame im Herzen Ottawas. Foto Brian Kutner/Ottawa Notre Dame Cathedral Basilica

Die Notre Dame Cathedral Basilica (französisch Basilique-Cathédrale Notre-Dame) ist der Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Ottawa und die älteste Kirche der Hauptstadt Kanadas. Die Kirche, die eine kleine Holzkirche am Standort ersetzte, befindet sich in unmittelbarer Nähe der National Gallery of Canada. Prägendes und markantes Kennzeichen der Kathedralbasilika ist die Doppelturmfassade. Die Turmspitzen sind wie in weiten Teilen Ostkanadas üblich, mit Metall verkleidet. Zwischen den Türmen steht auf der Dachkante des Mittelbaus eine vergoldete Madonnastatue.

Blick ins Innere der Kathedralbasilika Notre Dame. Foto Brian Kutner/Ottawa Notre Dame Cathedral Basilica
Blick ins Innere der Kathedralbasilika Notre Dame. Foto Brian Kutner/Ottawa Notre Dame Cathedral Basilica

Erbaut wurde die Kathedrale ab dem Jahr 1841, endgültig vollendet wurde sie im Jahr 1866 mit der Verkleidung der beiden Turmspitzen. Im Jahr 1879 wurde die Kathedrale Notre Dame aufgrund ihrer Geschichte und Ausstattung durch Papst Leo XIII. zur Basilica minor erhoben. Das wunderschöne Gotteshaus wurde 1990 umfassend renoviert und restauriert. Gottesdienste werden in der Kathedralbasilika Notre Dame in englischer und französischer Sprache gehalten.

Calypso Theme Waterpark

Der im Juni 2010 eröffnete Calypso Theme Waterpark befindet sich in Limoges, ungefähr 35 Kilometer östlich von Ottawa. Der Wasserthemenpark ist im heißen Sommer eine willkommene Abwechslung und für Familien mit Kindern ein kleines Paradies. Auf 100 Hektar präsentiert sich der Wasserpark mit vielen Attraktionen. Der Calypso Water Park ist von Juni bis September geöffnet, in dieser Zeit besuchen jedes Jahr 400.000 Gäste die tolle Einrichtung mit 35 beheizten Wasserutschen, 100 verschiedenen Wasserspielen, Kanadas größtes Wellenbad mit einer Fläche von drei NHL-Eishockeyflächen sowie einem der höchsten Wasserrutschentürme Nordamerikas, dem Summit Tower. Zu den Attraktionen gehören unter anderem die „Adrenalin“, eine rasante Geschwindigkeitsrutsche, die Blackhole, eine völlig dunkle Röhrenrutsche, Boomerango, eine Flossrutsche mit einer riesigen Halfpipe sowie die Canyon Rafting, eine Rafting-Rutsche mit 90 Grad Kurven und viele weitere Wasserpark Attraktionen. Der Calypso Water Park ist mit einem umfangreichen Besucher-Service wie Schließfächer, Umkleiden und Duschen sowie einem VIP-Bereich mit privaten Kabinen und luxuriösen Suiten ausgestattet. Es gibt Lebensmittelgeschäfte und Restaurants, so dass ein Tagesaufenthalt zu einem besonderen Erlebnis wird.

Hog’s Back Falls

Blick auf die Unteren Hog's Back Falls. Foto D. Gordon E. Robertson/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
Blick auf die Unteren Hog’s Back Falls. Foto D. Gordon E. Robertson/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Die Hog’s Back Falls heißen offiziell Prince of Wales Falls, jedoch wird dieser Name fast nie genutzt. Die Fälle sind künstlich am Rideau River angelegt und liegen auf der Höhe, an dem sich der Rideau Kanal vom Fluss trennt. Vor dem Bau des Rideau Canal waren die heutigen Fälle eher sanfte Stromschnellen, bekannt als Three Rock Rapids. Die Hog’s Back Falls entstanden, als beim Bau des Rideau Kanals ein Damm gebaut wurde, der den Wasserzufluss zum Kanal regulierte, heute als großes Wehr zu sehen. Das Wasser fließt durch einen am Ostufer des Rideau Flusses ausgehobenen Kanal, dadurch entstanden die Fälle, wie man sie heute sehen kann. Sehenswert neben den Fällen sind auch die technischen Anlagen wie die Schleusen am Rideau Kanal.

ByWard Market

Der ByWard Market, eine der beliebtesten Attraktionen in der Hauptstadt Ottawa. Foto Canadian Tourism Commission
Der ByWard Market, eine der beliebtesten Attraktionen in der Hauptstadt Ottawa. Foto Canadian Tourism Commission

Der ByWard Market ist einer der ältesten und größten öffentlichen Märkte in Kanada. Der Markt wurde von keinem Geringeren als Lieutenant Colonel John By, dem Erbauer des Rideau-Kanals gegründet. Auf der großen Fläche mit den Maßen von vier Blocks befinden sich Lebensmittelgeschäfte, Boutiquen, Restaurants, Pubs, Cafés, Galerien und Museen, Friseur- und Kosmetiksalons und noch viele andere Dienstleister. Wichtigstes Marktelement ist der lokale Bauernmarkt mit seinen vielen Ständen, an denen es Obst, Gemüse, kanadischen Käse, Ahornsirup, Schokolade und mehr gibt. Eine der beliebtesten Touristenattraktionen Ottawas ist die erste Adresse für Shopping, Essen, Kunst und Unterhaltung. Genießt „Beaver Tails“, das leckere, süße Schmalzgebäck in Form eines Biberschwanzes und erlebt das Nachtleben in stilvollen Kneipen. Der ByWard Market, ein Must-See bei eurem Besuch in Ottawa.

Buntes Markttreiben, kulinarische Köstlichkeiten, Kunst und Nachtleben erwarten euch im ByWard Market. Foto Canadian Tourism Commission
Buntes Markttreiben, kulinarische Köstlichkeiten, Kunst und Nachtleben erwarten euch im ByWard Market. Foto Canadian Tourism Commission

Bank of Canada Museum

Geld, Geldpolitik und Wirtschaftspolitik sowie deren Geschichte darzustellen, das ist die Aufgabe des Bank of Canada Museum. Seine Gründung und Existenz verdankt dieses besondere Museum in Ottawa der National Currency Collection, die in den 1950er Jahren begann, eine umfassende Sammlung kanadischer Zahlungmittel, Münzen, Papiergeld und Wertmarken aufzubauen.

Das Bank of Canada Museum von außen. Foto Bank of Canada Museum
Das Bank of Canada Museum von außen. Foto Bank of Canada Museum

Im Laufe der Jahre haben Kuratoren eine Sammlung von mehr als 110.000 Artefakten aus aller Welt, insbesondere aber aus Kanada zusammengetragen. Dazu gehören Münzen, Banknoten, Matrizen, Platten und Gravierwerkzeuge, Bank- und Regierungsbücher, Gewichte und Waagen, Registrierkassen, Geldbörsen, numismatische Medaillen und Karten sowie Beispiele für Falschgeld. Die Sammlung ist damit die weltweit größte ihrer Art, die kanadische Währungs- und Devisenprodukte dokumentiert. Untergebracht ist das Museum im Gebäude der Bank of Canada. Das Bank of Canada Museum ist das öffentliche Gesicht der kanadischen Nationalbank, die die Geldpolitik des Landes steuert. Ein Besuch in diesem besonderen Museum ist ein Muss bei einer Städtetour durch Ottawa.

Im Inneren des Bank of Canada Museum wird die Geschichte des Geldes, der Geldpolitik und der Wirtschaftspolitik anschaulich vorgestellt. Foto Bank of Canada Museum
Im Inneren des Bank of Canada Museum wird die Geschichte des Geldes, der Geldpolitik und der Wirtschaftspolitik anschaulich vorgestellt. Foto Bank of Canada Museum

Fitzroy Provincial Park

Blick in den Fitzroy Provincial Park. Foto D. Gordon E. Robertson/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
Blick in den Fitzroy Provincial Park. Foto D. Gordon E. Robertson/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Der Fitzroy Provincial Park ist ein Refugium am Ottawa River. Weiße Kiefern und bis zu 300 Jahre alte Bur Eichen, eine Weißeichenart dominieren den Baumbestand im Fitzroy Provincial Park. Am und im Park gibt es ein Parkhaus, zwei Campingplätze mit Komfortbetten sowie Stellplätze für Wohnwagen und Camper. Der Fitzroy ist ein toller Urlaubsort, für alle, die als Camper die Bundeshauptstadt Ottawa entdecken wollen.

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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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