Faszination Kanada

Die acht schönsten Seen in Kanada

Der Morraine Lake im Sommer, Sonnenaufgang für einen herrlichen Tag im Banff Nationalpark. Foto JamesWheeler/Deposit

Traumhafte Juwele, die man unbedingt gesehen haben muss

Kanada ist reich an Seen. Fast acht Prozent seiner Landfläche sind mit rund zwei Millionen Seen bedeckt, davon sind 563 größer als 100 Quadratkilometer. Welch Superlative unser Traumland doch immer wieder zeigt. Es wird Zeit, gemeinsam mit uns die acht schönsten Seen des Landes zu entdecken. Kommt mit.

Emerald Lake in British Columbia

Blick auf den Emerald Lake, Yoho Nationalpark, Britisch Columbia. Foto Johan Lolos
Blick auf den Emerald Lake, Yoho Nationalpark, Britisch Columbia. Foto Johan Lolos

Nicht immer heißt See gleich Badespaß und Strandfeeling. Schon gar nicht, wenn dieser Smaragdsee in den Bergen des Yoho National Park liegt und zumeist von November bis Juni weitgehend oder ganz zugefroren ist. Aber wenn er auftaut und die Sonne scheint, dann zeigt sich die aufgrund der Sedimente am Seegrund türkisfarbene Färbung im Seewasser. Ein Schauspiel, dass sich viele Besucher des National Parks nicht entgehen lassen. Der Emerald Lake ist der größte See und eine der wichtigsten Touristenattraktionen im Yoho National Park. Der See und seine Ufer laden im Sommer zum Kanu fahren und Verweilen sowie zum Wandern ein, im Winter ist der See ein beliebtes Ziel für Skilangläufer.
Am Ufern des Emerald Lakes befindet sich die Emerald Lake Lodge, eine gehobene Lodge auf einer 5,3 Hektar großen Halbinsel. Dort erwarten den Gast elegante Suiten und Zimmer sowie ein stilvolles Restaurant, das regionale Gerichte serviert. In der staatlichen Lounge wird der Gast am Kamin mit Getränken von einer Eichenholz-Bar aus einem Saloon der 1890er Jahre verwöhnt. Der Emerald Lake im Yoho National Park belegt in unserem Ranking Platz acht

Lake O’Hara – Dieser See ist ein Juwel am Ende der Straße

Eine besondere Athosphäre in schwarz/weiß am Lake O'Hara im Yoho Nationalpark, Britisch Columbia. Foto rabbit75/Deposit
Eine besondere Athosphäre in schwarz/weiß am Lake O’Hara im Yoho Nationalpark, Britisch Columbia. Foto rabbit75/Deposit

Platz sieben in unserer Hitparade der schönsten Seen in Kanada belegt der Lake O’Hara, der sich ebenfalls im Yoho National Park befindet, mit 2.115 Metern Seehöhe im hochalpinen Bereich. Der 34 Hektar große See ist mit einem Bus-Shuttle von Parks Canada erreichbar, allerdings ist das Kontingent der Besucher begrenzt, um die sensible Natur am und um den Lake O’Hara zu schützen. Man kann im Bereich des Sees auch campen, eine Reservierung ist dringend erforderlich. Die Traumlandschaft rund um den See lädt zu alpinen Wanderungen ein, über einen Trail gelangt man zum Oesa-See und zum Opabin-See. Im Winter ist das Gebiet bei Skifahrern und Tourengehern beliebt.

Meziadin Lake

Der Meziadin Lake ist ein beliebtes Ziel für die Anwohner der Region rund um den Meziadin Lake Park. Dieser liegt zwei Autostunden nördlich der First Nation Siedlung Kitwanga. Dort vereinigen sich der Kitwanga River und der Skeena River. Der Skeena River ist der zweilängste Fluss British Columbias. Im Umkreis des Geheimtipps Meziadin Lake bieten sich der Bear Glacier und die Minenstädte Stewart in British Columbia und Hyder in Alaska für Tagesausflüge an.
Am See kann man wunderschön Campen, Kanu fahren, mit dem Rad die Gegend erkunden und mit einer Lizenz die leckeren Regenbogenforellen oder die Dolly Varden Forelle, eine Saiblingsart fischen. Im Spätsommer ziehen hier die Sockeylachse zum Ablaichen die Flüsse und Bäche hinauf.
Ganz Mutige können sich im Sommer auch innerhalb abgegrenzter Fläche in die kalten Fluten begeben. Bei uns kommt dieser wunderschöne See auf Platz sechs.

Emerald Lake im Yukon

Ein Juwel am South Klondike Highway im Yukon, der Emerald Lake. Foto TobiasBarth
Ein Juwel am South Klondike Highway im Yukon, der Emerald Lake. Foto TobiasBarth

Ein weiterer Edelstein und unser Platz fünf ist der im südlichen Yukon gelegene Emerald Lake. An Kilometer 117,5 des South Klondike Highway gelegen, gemessen von Skagway in Alaska, ist der See ein beliebtes Fotomotiv, das bei entsprechend sonnigem Wetter wie ein türkiser Edelstein funkelt. Wie bei anderen See mit dieser Färbung, ermöglichen auch beim Emerald Lake weiße Mergelablagerungen, Zon und Kalziumkarbonat in Verbindung mit Licht diese besonderen Farbeffekte des Wassers. Entstanden ist der Farbeffekt durch vor 14.000 Jahren abgelagerte Sedimente von Gletschern der letzten Eiszeit.

Maligne Lake

Der Maligne Lake, ein Juwel inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Jasper Nationalparks in Alberta. Foto Parks Canada/Ryan Bray

Der Maligne Lake, ein Juwel inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Jasper Nationalparks in Alberta. Foto Parks Canada/Ryan Bray

Um unseren Platz vier der schönsten Seen zu entdecken, geht es in den Jasper-Nationalpark. Dort liegt ungefähr 50 Kilometer südlich der Stadt Jasper auf 1670 Metern Meereshöhe das 20 Quadratkilometer große Juwel, der Maligne Lake. Der See, der nie wärmer als 4° Celsius wird, wird vom Maligne River, einem Nebenfluss des Athabasca River mit Gletscherwasser gespeist. Im See, der bis zu 100 Meter tief ist, liegt eines der Wahrzeichen der kanadischen Rocky Mountains und ein weltweit bekanntes Fotomotiv, Spirit Island. Diese Insel ist es leider, die diesen wunderschönen See leider fast immer aus der gleichen Perspektive zeigt, was er sicherlich nicht verdient hat.

Der Maligne Lake ist sehr nährstoffarm, die in ihm lebenden Fischpopulationen von Regenbogenforellen und Bachsaiblingen wächst dementsprechend nur langsam. An Land entdeckt man mit etwas Glück Grizzlys und Schwarzbären, Elche, Schneeziegen, Dickhornschafe, Rentiere, Hirsche und Wölfe. Die ebenfalls am See lebenden Fisch- und Weißkopfseeadler ernähren sich vom Fischbestand im Maligne Lake.

Peyto Lake

Der Peyto Lake, türkis färben ihn die Sedimente aus dem Gletscherschmelzwasser. Foto kamchatka/Deposit
Der Peyto Lake, türkis färben ihn die Sedimente aus dem Gletscherschmelzwasser. Foto kamchatka/Deposit

Über den Icefields Parkway geht’s zu unserer Nummer 3 im Seenranking. Die Rede ist vom Peyto Lake, sicherlich einer der meist fotografierten Seen in Kanada. In unzähligen Kalendern und Büchern findet man den von Gletscherflüssen gespeisten See im Banff Nationalpark mit seiner herrlichen, türkisfarbenen, durch Sedimente verursachten Färbung. Der auf 1880 Metern Meereshöhe gelegene See ist ein beliebtes touristisches Ausflugsziel. Benannt wurde der Bergsee nach dem in Kanada sehr bekannten Trapper und Bergführer Bill Peyto (1869 – 1943). Mit Platz drei schafft es der Peyto Lake auf unser Ranking-Treppchen.

Lake Louise

Zwei kanadische Berühmtheiten, der Lake Louise und das Fairmont Chateau Lake Louise, Alberta. Foto Finn Beales
Zwei kanadische Berühmtheiten, der Lake Louise und das Fairmont Chateau Lake Louise, Alberta. Foto Finn Beales

Königlich britischer Herkunft ist der Namen für unseren See auf Platz 2. Der im Banff Nationalpark gelegene Lake Louise ist nach Prinzessin Louise Caroline Alberta, einer Tochter von Königin Victoria benannt. Auch dieser Bergsee erhält seine wunderschöne Färbung durch Sedimente aus dem Gletscherschmelzwasser.
Das Städtchen Lake Louise liegt am Trans-Canada Highway, 180 Kilometer westlich von Calgary. Das gleichnamige Skigebiet oberhalb des Sees ist Austragungsort eines Skiweltcups. Der Lake Louise ist umrahmt von hohen Bergen wie dem Mount Temple und dem Mount Whyte. Eine weitere Berühmtheit und ein viel fotografiertes Fotomotiv findet sich am Ostufer des Lake Louise, es ist das Fünf-Sterne-Hotel Château Lake Louise. Am Hotel starten viele Wanderwege rund um den See und in die Bergwelt hinein.

Moraine Lake

Der fast zugefrorene Morraine Lake im Banff Nationalpark, Alberta, unsere Nummer eins der schönsten Seen. Foto benkrut/Deposit
Der fast zugefrorene Morraine Lake im Banff Nationalpark, Alberta, unsere Nummer eins der schönsten Seen. Foto benkrut/Deposit

Ebenfalls im Banff Nationalpark gelegen ist unsere Nummer eins in der Hitparade der schönsten Seen, der Moraine Lake. Der Moränen See liegt umgeben von zehn Berggipfeln der Wenkchemna Range auf 1884 Metern Meereshöhe. Der von Gletscherschmelzwasser gespeiste See weist wie viele seiner andere Bergseen die typische türkisfarbene Färbung auf, liegt wie ein Edelstein inmitten der faszinierenden Bergwelt. Allerdings wurde der Moraine Lake nicht durch Endmoränen geschaffen, wie es eigentlich sein Name erklären würden, sondern er ist durch einen gigantischen Felssturz entstanden, die als Barriere das abfließende Wasser aufstaut. Der Morraine Lake ist vom Rockpile aus gesehen eines der am meisten fotografierte Motiv Kanadas. Dieser Anblick ist auch auf der 20 Dollar Note der „Scenes of Canada“-Serie aus dem Jahr 1969 zu sehen. Der Moraine Lake, ein touristisch erschlossener Naturschatz und unsere Nummer eins.

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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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