Faszination Kanada

Von Winnipeg aus ins Weltall

Aurora im Nachthimmel
Aurora-on-Blue-Sky-Dome (c) Manitoba Museum

In Kanada lässt es sich wunderbar in die Sterne schauen, denn es gibt viele Orte ohne Lichtverschmutzung, die den Blick ins All trüben würde. Das Planetarium in Winnipeg geht jedoch noch einen Schritt weiter: Dank einer neuen Technologie, die für $380.000 aufgerüstet wurde, werden die Besucher dort auf eine Reise ins Weltall mitgenommen, die sich beeindruckend real anfühlt. Winnipeg ist einer von bislang nur zwei Orten auf der Welt, an denen diese Technologie zum Einsatz kommt.

Der Unterschied zwischen herkömmlichen Planetarien und dem neuen Projektionssystem namens Digistar 5 sei vergleichbar mit dem Entwicklungssprung zwischen Fax und iPhone, sagt Scott Young, Astronom und Wissenschaftskommunikationsmanager der Einrichtung. Statt eines Flickenteppichs verschiedener Dias wird hier eine Illusion erzeugt, die sehr nahe an die aus dem Kino bekannte 3D-Technologie herankommt: Der Besucher scheint ein Bad in der Milchstraße zu nehmen oder tatsächlich durch die Ringe Saturns zu fliegen. Der Ausflug ins All hat etwas von einer Achterbahnfahrt.

„Es ist eine aufregende neue Perspektive unserer Welt“, sagt Claudette Leclerc, Vorstandsvorsitzende von Manitoba Museum and Planetarium. Und die Entwicklung geht weiter: Wann immer Wissenschaftler einen neuen Stern, Kometen, Mond, Planeten oder anderen Himmelskörper entdecken, kann Astronom Young die neue Information in das System laden und mit seinen Gästen beim nächsten Weltraumtrip daran vorbei fliegen.

Öffnungszeiten und Programm des Planetariums finden Sie hier:
www.manitobamuseum.ca/main/planetarium-intro/planetarium-shows

Von Winnipeg aus ins Weltall
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Julia Schoon

Als Reporterin ist Julia Schoon in ihrem Element: Lieblingsthemen der freien Journalistin sind Berlin, Menschen und Reisen. Im Sommer 2010 verbrachte sie zwei Monate in Kanada, sechs Wochen davon lebte sie in Calgary. Auf ihren Recherchen lernte sie in den Drumheller Badlands, dass Bio-Repellent Moskitos kein bisschen abschreckt, in Vancouver, dass „gay the new black“ ist, und auf der Calgary Stampede, dass man so ziemlich alles frittieren kann.

http://www.julia-schoon.de

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