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Neuigkeiten aus Kanada – Canada News 49+50/2016

Neuigkeiten aus Kanada – Canada News 49+50/2016

Neuigkeiten aus Kanada – Canada News im

Kanada-Newsletter 49+50/2016, 6. Dezember 2016

  • 2030: Keine Kohle mehr in Kanada
  • Kanada ist Partnerland der GreenTec Awards 2017
  • CanExport: Bereits 500 Firmen gefördert
  • Internet-Archive plant Back-Up in Kanada
  • Buch über die Arktis von Gerd Braune
  • Exzellenz-Preis für NachwuchswissenschaftlerInnen für Québec-Studien
  • University of Winnipeg: Stipendien für Deutsch-Kanadische Studien
  • eTA: Neue Einreiseregelungen für Kanada
  • Termine
  • Kunst aus Kanada in Deutschland

2030: Keine Kohle mehr in Kanada

Kanada wird aus der Kohleenergie aussteigen. Die kanadische Umweltministerin Catherine McKenna teilte Ende November in Ottawa mit, dass 2030 mit der Kohleverfeuerung Schluss sein wird – auch, damit Kanada seine Verpflichtung erfüllen kann, bis 2030 seine Treibhausgas-Emission um mindestens 30 Prozent im Vergleich zu 2005 zu verringern.

„Wir senden das klare Signal an die Welt, dass Kanada ein großartiger Ort ist, um in umweltfreundliche Technik zu investieren“, sagte McKenna in ihrer Ankündigung. Das Nein zur Kohle und ihr Ersatz durch klimafreundliche Energiequellen werde die Treibhausgas-Emissionen des Landes deutlich senken, so McKenna. Damit trage man auf viele Generationen hinweg zur Gesundheit der Kanadier bei.

Derzeit werden noch in vier kanadischen Provinzen Kohlekraftwerke betrieben: in Alberta, Saskatchewan, Nova Scotia und New Brunswick. Ontario ist bereits 2014 aus der Kohle ausgestiegen, und die Provinz Alberta steuert auf den Kohle-Verzicht bis 2030 hin. In den anderen drei Provinzen aber hätten die Kohlekraftwerke bislang bis 2040 weiterlaufen sollen. Mit den Regierungsplänen werden Saskatchewan, Nova Scotia und New Brunswick ihre Ausstiegsszenarien nun anpassen müssen.

Kanada ist Partnerland der GreenTec Awards 2017

Kanada ist das erste Partnerland der GreenTec Awards 2017. Die GreenTec Awards sind Europas größter Umweltpreis, der grünen Technologien eine Bühne bietet. In den Kategorien Bauen & Wohnen, Energie, Galileo Wissenspreis, Kommunikation, Lifestyle, Mobilität, Recycling & Ressourcen, Reise, Sport und Textiles & Fashion werden jeweils die besten Ideen ausgezeichnet. Kanada hat schon in den unterschiedlichsten Bereichen seine Innovationskraft bewiesen von der Erfindung des Elektronenmikroskops und Insulins bis hin zum Selfie-Stick.

Die Partnerschaft mit den GreenTec Awards unterstreicht Kanadas innovativen Ansatz in der Förderung grüner Technologien und einer nachhaltigen Wirtschaft. 10 kanadische Firmen haben es im Bewerbungsprozess unter die TOP 10 in den zehn Kategorien geschafft. Nun entscheidet ein Online Voting, das noch bis zum 6. Januar 2017 läuft, welche Innovationen gekürt werden. Unter http://abstimmung.greentec-awards.com/ kann man in jeder Kategorie mit Klick auf ‚jetzt voten‘ für jeweils einen Bewerber seine Stimme abgeben. Alle kanadischen Firmen unter den TOP10 Bewerbern werden auf unserer Facebook Seite unter #GreenTecKanada vorgestellt: https://www.facebook.com/pages/Botschaft-von-Kanada-in-Deutschland/665694266803176?ref=hl.

CanExport: Bereits 500 Firmen gefördert

Das kanadische Exportförderprogramm CanExport hat in dem knappen Jahr seines Bestehens rund 500 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützt. Das Programm wurde erst im Januar dieses Jahres ins Leben gerufen, um kleinen und mittleren Unternehmen durch finanzielle Förderungen Zugang zu neuen Märkten zu verschaffen.

Bislang wurden Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen mit Summen zwischen 10.000 und 100.000 Dollar gefördert. Insgesamt sind etwas mehr als 15 Millionen Dollar an kanadische KMU ausgezahlt worden. Die Förderungen werden teils schon einen Monat nach der Bewerbung angeschoben und können über mehrere Monate gestreckt werden.

Kanadische KMU, die neue Märkte erschließen oder sich international positionieren wollen, können sich auch weiterhin um diese Unterstützung bewerben.

Internet-Archive plant Back-Up in Kanada

Wer je einen Blick in die Geschichte des Internets geworfen hat, dürfte auf das Internet Archive gestoßen sein. Das gemeinnützige Projekt ist auch als „Gedächtnis des Internets“ bekannt und wurde vor 20 Jahren als reines Webarchiv gestartet. Es legt Kopien von Websites in ihren jeweiligen Zuständen an, speichert schon längst aber auch frei zugängliche digitale Daten wie Texte, Bücher, Audiodateien, Bilder und Software.

Dabei versteht sich das Internet Archive als Bibliothek, die Wissen aufbewahrt. Die Wayback-Machine, die mit am besten bekannt ist, ermöglicht zum Beispiel Einblick in Webseiten, die längst Geschichte sind oder aber in frühere, gespeicherte Versionen immer noch bestehender Seiten.

Bisher ist das Internet Archive in San Francisco zu Hause. Nun wollen seine Betreiber eine Sicherheitskopie in Kanada anlegen – und damit einer möglichen Einschränkung der Internetfreiheit in den USA durch die kommende neue US-Regierung entgehen. Die Betreiber des Archivs halten die Zukunft der Privatsphäre und der Überwachung für nicht vorhersagbar. Im Wahlkampf hatte der angehende US-Präsident Donald Trump mehrfach von der Einschränkung von Internet-Inhalten gesprochen. Um dieser Möglichkeit zu entgehen, haben die Archiv-Betreiber die Internet-Gemeinde zu Spenden aufgerufen, um für die Kosten der kanadischen Sicherheitskopie aufzukommen.

„Die Geschichte der Bibliotheken“, ließ Archive-Gründer Brewster Kale mitteilen, „ist eine Geschichte des Verlustes.“ Die Bibliothek von Alexandria sei ein gutes Beispiel. Die kanadische Kopie des Internet-Archives würde für mehr Redundanz für Daten sorgen, „die scheinbar allgegenwärtig, aber trügerischer Weise doch sehr fragil sind“.

Buch über die Arktis von Gerd Braune

Gerd Braune ist einer der wenigen Journalisten, die schon einmal an Bord eines Eisbrechers die Nordwestpassage im hohen Norden Kanadas durchquert haben. Der 62-Jährige, der in Toronto geboren wurde, in Trier studiert hat und heute in Ottawa lebt, berichtet seit Jahren über die arktische Region und gilt weit über den deutschen Sprachraum hinaus als Arktis-Experte.

Im Ch.-Links-Verlag ist 2016 sein Buch „Die Arktis – Porträt einer Weltregion“ erschienen, das einen Überblick gibt über die Klimaveränderungen in dieser Region, die dort beheimateten indigenen Völker, die Arktis-Politik sowie die Rohstoffe, die den Norden zu einer begehrten Wirtschaftsregion machen.

Braune diskutiert auch die Fragen, welche Chancen und Probleme mit dem Wettlauf um die Rohstoffe einhergehen. Das Buch ist als gedruckte Ausgabe und auch als EBook erhältlich.

Exzellenz-Preis für NachwuchswissenschaftlerInnen für Québec-Studien

Noch bis zum 15. Dezember können sich NachwuchswissenschaftlerInnen, die an einer deutschen, österreichischen oder schweizerischen Universität eine hervorragende Abschlussarbeit im Bereich der Québec-Studien eingereicht oder eine wissenschaftliche Arbeit (Monographie, Sammlung, Nachschlagewerk o.ä.) in derselben Disziplin publiziert haben, um den Prix d’Excellence du Gouvernement du Québec bewerben.

Der Preis wird jährlich von der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS) in Kooperation mit der Association internationale des études québécoises (AIÉQ) vergeben und ist mit 3.000 kanadischen Dollar dotiert.

Das Bewerbungsformular und weitere Informationen finden sich unter http://www.kanada-studien.org/forderpreise/forderprogramme/

University of Winnipeg: Stipendien für Deutsch-Kanadische Studien

Die University of Winnipeg gehört zu den führenden Universitäten in Kanada mit einem Lehrstuhl in deutsch-kanadischen Studien. Der Schwerpunkt der akademischen Forschung und Lehre liegt dabei in der Geschichts- und Literaturwissenschaft.

Um den wissenschaftlichen Nachwuchs bei deutsch-kanadischen Forschungsvorhaben zu unterstützen, vergibt die Universität mehrere Stipendien im Rahmen der „German-Canadian Studies Fellowship Competition“.

Bewerbungsschluss ist der 15. April 2017. Weitere Informationen sind verfügbar unter http://www.uwinnipeg.ca/german-canadian/fellowships.html.

eTA: Neue Einreiseregelungen für Kanada

Kanada führt eine elektronische Einreise-Erlaubnis (electronic Travel Authorization, eTA) ein. Sie gilt verbindlich für alle Bürger aus Staaten, die kein Visum für Kanada benötigen. All diese müssen eine eTA einholen, die gegen eine Gebühr von derzeit 7 kanadische Dollar im Internet beantragt werden kann.

Die Regelungen gelten für:

  • Personen, die ihren ständigen Wohnsitz in Kanada haben (permanent residents). Sie benötigen keine eTA, müssen aber ihre permanent resident card bei Einreise vorweisen.
  • Personen, die ihren ständigen Wohnsitz in den USA haben (U.S. permanent residents). Sie benötigen eine eTA und ihre U.S. Green Card zur Einreise nach Kanada.
  • Studenten und ausländische Arbeitskräfte aus Ländern mit eTA-Pflicht, die ihr Studenten- oder Arbeitsvisum vor dem 1. August 2015 erhalten haben und die ihre Ein- und Ausreise nach und von Kanada per Flugzeug planen. Sie benötigen eine eTA.
  • Kanadier, die neben der kanadischen Staatsbürgerschaft auch die Staatsbürgerschaft eines von der Visumspflicht befreiten Landes besitzen. Sie brauchen keine eTA, sollten aber bei ihrer Einreise ihren kanadischen Pass mitführen!

Die Formulare finden sich hier: http://www.cic.gc.ca/english/visit/eta.asp. Die Formulare stehen nur auf englisch und französisch zur Verfügung; es gibt allerdings eine deutsche Ausfüllhilfe: http://www.cic.gc.ca/english/pdf/eta/german.pdf

Antragsteller müssen einige Angaben zur eigenen Person machen, die anschließend mit den Datenbanken der kanadischen Behörden abgeglichen werden. In der Regel wird die Einreisegenehmigung innerhalb kürzester Zeit danach erteilt – die kanadische Regierung verspricht, dass es in den allermeisten Fällen nur wenige Minuten dauern wird. Die erteilte Genehmigung wird elektronisch mit dem Reisepass verlinkt und gilt bis zu fünf Jahre bzw. bis zum Ablauf des Reisepasses, sollte dieser vor der Fünfjahresfrist auslaufen.

Weitere Informationen zu den eTA-Regelungen finden sich hier: http://www.cic.gc.ca/ftp/eta/pdf/factsheet-feuilleinfo/german-low.pdf

Termine

Noch bis 18. Dezember – Düsseldorf – Der CIRQUE DU SOLEIL ist mit seiner Show Amaluna in Düsseldorf zu sehen. Tickets unter https://www.cirquedusoleil.com/de/amaluna

10. Dezember – Düsseldorf – Family Christmas Party im Restaurant Hirschchen, Alt Pempelfort 2, 40211 Düsseldorf. Beginn: 17.30 Uhr. Anmeldung über http://www.kanadatreff.com/W5V0x

12. Dezember – München – Vortragsveranstaltung der DKG Oberbayern-München mit Klaus Prömpers „Europa-Nordamerika: Kanada im Wandel. Ein Jahr Regierung Justin Trudeau“. Ab 19:00 Uhr. Ort: Amerikahaus, Barer Straße 19a, München.

13. Dezember – Frankfurt – Seminar „Wirtschaftsstandort Kanada“. In Zusammenarbeit mit Export Development Canada (EDC), der IHK Frankfurt am Main und der Deutschen Botschaft in Berlin, wird die AHK Kanada ein Seminar zu Chancen und Möglichkeiten im kanadischen Markt veranstalten. Die Vormittags-Veranstaltung wird in den Räumlichkeiten der IHK Frankfurt am Main stattfinden. Fokus-Thema wird zudem das Handelsabkommen CETA sein. Teilnehmer erhalten einen allgemeinen Überblick zum kanadischen Markt, und hören Erfahrungs- und Expertenberichte von bereits in Kanada ansässigen Unternehmen. Ab 9 Uhr. Informationen zum Programm und Registrierung: http://kanada.ahk.de/veranstaltungen/deutschland/seminars/eventansicht/events/ceta-seminar/

15. Dezember – Christmas Party der DKG Oberbayern-München. Ort: Kanadisches Konsulat, Tal 29, München. 18 Uhr

5. Januar 2017 – Hamburg – Neujahrsempfang des MapleTable® im Restaurang Blockbräu. Ab 18 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten an info@mapletable.de.
Kunst aus Kanada in Deutschland

Seit Ende August gibt es auf der Traumstraße zwischen Spatzenberg 9 und 11 in 41061 Mönchengladbach eine Dauerinstallation von Alex Morrison mit dem Titel „Traumstraße.

Studio for Propositional Cinema. In Advance of a Shipwreck. Einzelausstellung noch bis 08.01.2017. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen. Grabbeplatz 4. http://www.kunstverein-duesseldorf.de

Douglas Coupland. Bit Rot. Einzelausstellung noch bis 8.01.2017. Museum Villa Stuck. Prinzregentenstraße 60. 91675 München. http://www.villastuck.de

Marcel Dzama. Bühnenreif / 1. Akt (1900 – 2016). Gruppenausstellung noch bis 23.04.2017. Arp Museum Rolandseck. Hans-Arp-Allee 1. http://arpmuseum.org

REGELMÄßIGE VERANSTALTUNGEN

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet in Hamburg der MapleTable statt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Deichgraf in der Deichstraße 23. Die Kanada-Freunde treffen sich zum gemütlichen Stammtisch mit Themen rund um Kanada. Anmeldung und Informationen unter http://www.mapletable.de oder per E-Mail an info@mapletable.de

Stammtische des Freundeskreises Québec-Deutschland: München: Jeden ersten und dritten Freitag im Simplicissimus, Balanstr. 12. Kontakt: Michaël Constantin (michaelconstantin@hotmail.com, 0176 / 9926 8839. Frankfurt: Jeden letzten Dienstag des Monats, Kontakt: Claudie Mahn (claudie@aqa-online.de). Berlin: Jeden letzten Mittwoch im Monat (außer Dezember) im Aufsturz, Oranienburger Straße 67, 10117 Berlin. Kontakt: Patrick Sawyer (psawyer@gmx.net)

Weitere Termine auf http://www.kanada.de

Impressum
BOTSCHAFT VON KANADA
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und akademische Beziehungen
Redaktion Kanada-Newsletter: Melanie Wieland (newsletter@kanada-info.de), Jennifer Broadbridge, Pressestelle, Botschaft von Kanada
Leipziger Platz 17, 10117 Berlin Tel: (030) 20312-0, Fax: (030) 20312-121 Internet: http://www.kanada-info.de, http://www.kanada.de, http://www.canada.de

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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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