Faszination Kanada

Keine „wilden“ Steinhaufen mehr in Kanadas Parks

Touristen sollen es unterlassen, überall wilde Steinhaufen aufzubauen.

Parks Canada bittet Touristen und Einheimische, mit dem Steinstapeln aufzuhören

Eine Unsitte breitet sich auch in Kanada immer mehr aus. Touristen, aber auch Einheimische stapeln Steine aufeinander, um zu zeigen, dass sie am markierten Ort waren. Ursprünglich wurden die Steinstapel errichtet, um Wanderwege zu markieren. Mittlerweile nehmen die Steinhaufen im Banff National Park, am Tunnel Lake und am Lake Minnewanka, aber auch in anderen touristischen Gebieten überhand.

„Wir möchten unsere Besucher bitten, keine Steine mehr aufzustapeln. Ganz unter dem Motto ‚Leave-No-Trace‘ sollen kleine und große Steine da liegen bleiben, wo sie gelegen sind, ebenso wie alle anderen Gegenstände“, sagt Greg Danchuk, Visitor Experience Manager im Banff National Park, der in den letzten Wochen eine massive Zunahme der Steinhaufen beobachten musste.

Seit Jahrhunderten bauen Menschen diese Markierungen in die Landschaft, als Orientierungspunkt für das Auffinden von Wegen, also ein frühes Navigationssystem oder als Grabdenkmale. Auch der Lake O’Hara Trails Club am gleichnamigen See im Yoho National Park stellt immer mehr dieser von Touristen aufgestellten Steinhaufen fest. Im einem Facebook-Beitrag bittet die Gruppe, auf das Setzen der Rock-Graffiti zu verzichten und auch bestehende, von der Wandermannschaft aufgestellte Steinmarkierungen unberührt zu lassen, sie nicht zu verändern oder umzusetzen.

Es wird auch darauf hingewiesen, welche Gefahren von veränderten und weggenommenen Markierungen ausgeht. Diese werden auch gebaut, um Menschen von gefährtlichen Orten fernzuhalten und die Wanderer auf dem richtigen Weg zu halten. „Vor allem im Hochgebirge werden die Markierungen als Wegweiser genutzt, um von A nach B zu kommen“, sagt Greg Danchuk, „entfernt man sie oder baut sie neu oder um, kann das dazu führen, dass Menschen verwirrt und orientierungslos werden.“

Ein letzter Punkt gilt der Natur, denn vorher festes, nun bewegtes Gestein macht den Boden anfälliger für Erosion und die Steinhaufen nehmen dem betreffenden Ort seine natürliche Schönheit. Deshalb, nicht nur an sich und seine vermeintlichen Urlaubserinnerungen denken, und das Setzen solcher Steinhaufen einfach lassen!

 

Keine „wilden“ Steinhaufen mehr in Kanadas Parks
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Alfred Pradel

Alfred Pradel

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist er Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Ontario setzte er den ersten Interkulturellen Austausch von Sportlern um.
Alfred Pradel betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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