Sie möchten an dieser Stelle Ihren Banner sehen? Werben Sie auf Faszination-Kanada.com

Whitehorse

Whitehorse im Yukon Territorium, lebendiges Stadtleben und kanadische Wildnis

Im Jahr 1953 löste das im Süden des Yukon Territoriums gelegene Whitehorse die Goldgräberstadt Dawson City als Hauptstadt ab. Das urbane Zentrum Whitehorse zählt heute knapp 23.000 Einwohner.

Mit europäischen Hauptstädten ist diese Stadt, als „Vorposten“ der kanadischen Wildnis, höchstens größenmäßig zu vergleichen. Entsprechend der beeindruckenden Weite Kanadas zählt Whitehorse, in Bezug auf seine Fläche von 416 Quadratkilometern, zu den größten Städten des nordamerikanischen Kontinents.

Mit der weißen, schäumenden Gischt der nahe gelegenen Whitehorse-Stromschnellen assoziierte man die fliegende Mähne weißer Pferde und nannte daher die Stadt Whitehorse. Mehr als 420.000 Touristen und Geschäftsleute kommen jährlich nach Whitehorse und beleben die Bars, Cafés und Geschäfte der Main Street. Das Wahrzeichen der Stadt ist der restaurierte Schaufelraddampfer „SS Klondike,“ der nostalgische Erinnerungen an die Ära des Goldrausches aufleben lässt.

Whitehorse Sehenswürdigkeiten

Einen umfassenden Eindruck vom Yukon Territory und Whitehorse können die Besucher anhand der medialen Präsentationen im Yukon Visitor Reception Centre gewinnen. Von dort aus kann auf dem „Waterfront Walkway“ bzw. „Board-Walk“ (zwischen Yukon River und First Avenue) der Rundgang durch Whitehorse begonnen werden.

Die Architektur bildet eine Kombination aus modernen Fassaden, Funktionsbauten sowie einigen Blockhäusern aus der Pionierzeit. Interessant ist ein Besuch des MacBride Museum of Yukon History, das die Geschichte des Yukon Territory und besonders die Zeit des Goldrausches anhand von Fotografien und Ausstellungsgegenständen (z.B. Goldwaagen) veranschaulicht. Die Ausstellung bringt den Besuchern das Leben der damaligen Abenteuerreisenden, der Pelzhändler und der Missionare näher.

Ein großer und schwerer Kupferbrocken lässt erahnen, welche Anziehungskraft die Gold- und Erzförderung in Yukon Territory auf die anreisenden Goldsucher ausgeübt haben muss. Neben dem sehenswerten Schaufelraddampfer ist die „Old Log Church“ einen Besuch wert. Die aus der Zeit der Missionierung durch die anglikanische Kirche stammende Kathedrale ist aus handwerklich bearbeiteten Baumstämmen errichtet.

In Richtung Yellowknife Flughafen befindet sich ein filigranes Bauwerk, das „Yukon Beringia Interpretive Centre,“ eine architektonische Imitation der Rippen eines umgedrehten Kanus. Dieses Museum beschreibt die Flora und Fauna aus jener Zeit, in der Sibirien noch über eine Landverbindung zu Alaska verfügte, bevor die Fluten der Beringsee die Kontinente voneinander trennten.

Geschichte und Entwicklung

Whitehorse – das „Basislager“ für den Aufbruch zum Klondike – Den Ursprung der City of Whitehorse bildete eine Zeltstadt, die die Goldsucher auf dem Weg nach Dawson City am Klondike (Zentrum des Goldrausches) errichteten.

Diese Reise war damals ein riskantes Abenteuer, denn viele ihrer Boote kenterten in den heimtückischen Whitehorse-Stromschnellen. Auf Schaufelraddampfern wurden die Passagiere und ihr Gepäck in das 300 Meilen entfernte Dawson City transportiert. Im Jahr 1900 entwickelte sich, im Zuge des Baus der Eisenbahnlinie, eine richtige Siedlung. Zwanzig Jahre später waren es bereits 800 Einwohner. Einen weiteren Aufschwung und Anstieg der Einwohnerzahlen brachte der Alaska Highway. Die Stromschnellen wurden 1958 durch den Bau eines Staudamms und eines Wasserkraftwerkes „gezähmt.“ Whitehorse ist immer noch ein beliebter Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise in die wilde kanadische Natur und in das angrenzende Alaska.

Anreise und Klima

Von den Großstädten Europas (z.B. von Frankfurt) aus, starten Direktflüge zum internationalen Flughafen (YXY) von Whitehorse. Der Flughafen liegt ungefähr sechzig Meter über der Stadt, an die sich grün bewachsene Bergketten anschließen. Flüge nach Whitehorse sind verhältnismäßig preisgünstig.

Am Flughafen können die Besucher ein Wohnmobil oder Mietwagen in allen Kategorien anmieten. Nach einem langen Anflug empfiehlt es sich jedoch, das Fahrzeug erst einen Tag später zum Einsatz zu bringen.

Whitehorse bietet komfortable Stadthotels und preiswerte Unterkünfte. In manchen Lokalen werden Gedichte von Robert Service vorgetragen, die von der faszinierenden Zeit des Goldfiebers berichten und das Publikum geistig in diese legendäre Zeit mitnehmen. Der Sommer in Whitehorse ist mit einer intensiven Sonneneinstrahlung warm bis heiß und der Herbst mit plus 20 Grad Celsius noch sehr angenehm. Whitehorse liegt im Yukon Territory mit einem semiariden (halbtrocken) Klima, das wenig Regen verspricht. Im Winter kann es mit bis zu minus 40 Grad Celsius bitterkalt werden. Das nächtliche Geheul der Grauwölfe verdeutlicht den Stadtbesuchern, wie nah die einsame, kanadische Wildnis ist.

Seite teilen
 
Werden Sie Gastautor! Teilen Sie Ihre Tipps, Reise- und Erfahrungsberichte mit anderen Kanadafans.