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Valdez (Alaska)

Valdez – die Schweiz Alaskas

1790 gegründet und benannt nach dem spanischen Offizier Antonio Valdéz y Fernández Bazán ist die Stadt Valdez noch heute untrennbar mit der Exxon Ölkatastrophe von 1989 verbunden. Dennoch lockt sie die Besucher mit einigen Attraktionen an.

Die Erfindung der Heli-Guides und das Leben am Prince William Sound

Von Salvador Fidalo entdeckt, blühte die Stadt mit ihren reichen Kupfer- und Goldminen 1899 auf, nach der Erbauung des Richardson Highway, welcher noch heute den bevorzugten Zugang in das Zentrum ermöglicht und einen fas- zinierenden Einblick auf die Chugach Mountains gewährt.

Wer Valdez hingegen über den Thompson Pass Highway erreicht, dem bietet sich eine Impression auf die spektakulären Wasserfälle und die zahlreichen Gletscher, welche die Stadt umgeben.

Letztere sind der Grund für die Erfindung einer besonderen Sportart: dem so genannten Heli-Ski. Von den World Extreme Skiing Champions Doug Coombs und Dean Cummings in Valdez erfunden, wird der geübte Skifahrer mit einem Helikopter auf einen der zahlreichen, anders nicht zu erreichenden Pisten geflogen, um anschließend mehrere Kilometer Richtung Tal zu fahren. Diese Heli-Ski Guide Tours gewähren eine einzigartige Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden.

Das Fischen von Lachsen und Heilbutt ist in der über 700 Quadratkilometer großen Stadt  eine beliebte Beschäftigung für Bewohner und Touristen gleichermaßen.

Die Orcas und Buckelwale des Prince William Sund, der Bucht von Valdez, begeistern jedes Jahr aufs Neue Tausende Besucher ebenso wie majestätische Adler, Schwarzbären und die Stellerschen Seelöwen.

Alle fünf Gletscher der Stadt, Columbia, Meares, Worthington, Shoup und Valdez, können bestiegen werden, sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad, kletternd oder über den Luftweg. Sie bieten dem Betrachter eine unnachahmliche Szenerie mit Wasserfällen und beeindruckenden Canyons. Auch das Eisklettern mit einem ausgewiesenen Führer erfreut sich bereits seit einigen Jahren großer Beliebtheit.

Die Katastrophe von Exxon Valdez und ihre Nachwirkungen

Am 24. März 1989 kam es etwa 40 Kilometer von Valdez entfernt, am Prince William Sund, zu einem schweren Unglück: Der Öltanker Exxon Valdez unter seinem wahrscheinlich betrunkenen Kapitän lief an einem Riff auf, worauf hin sich über 40.000 Tonnen Rohöl in den Pazifischen Ozean ergossen. Die em- pfindliche Flora und Fauna wurde langfristig geschädigt, und bis zur Explosion der Deepwater Horizon im Jahre 2010 galt sie als die schwerste Ölver- schmutzung in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Da sogar noch heute die Auswirkungen der Katastrophe zu spüren sind, wurden im Herbst des Jahres 1989 von der Organisation CERES die so genannten Valdez-Prinzipien ins Leben gerufen. Bei ihnen handelt es sich um Doktrinen für den Nachhaltigen Schutz der Umwelt, zu welchen sich zahlreiche Firmen bereit erklärt haben. Sie beinhalten beispielsweise Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer und ihrer Umgebung sowie Transparenz in Bezug auf die Umweltpolitik der Aktien-Gesellschaft.

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