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Churchill

Churchill – Die Heimatstadt der Eisbären

Die Stadt Churchill, die bereits vor rund 4.000 Jahren von diversen Indianerstämmen geründet und aufgebaut wurde, ist das Reiseziel für alle Ökotouristen, Tierliebhaber und Polarforscher.

Forschung für Jedermann: Die Eisbären von Churchill

Kein anderes Tier symbolisiert so charakteristisch die kanadische Arktis wie der Eisbär. Das größte an Land lebende Raubtier kann an der Hudson Bay in den Monaten Oktober und November beobachtet werden. Die speziell für Touren in Eisbär-Gebiete konzipierten „Tundra Buggys“, welche einzig in Churchill zu finden sind, erlauben es, den beeindruckenden Tieren hautnah zu kommen. Dies ist in anderen der wenigen Region der Erde, in welchen Eisbären vorkommen – wie beispielsweise Sibirien, Alaska oder Grönland – nicht möglich.

Die bis zu 3 Metern großen und 800 Kilogramm schweren Eisbären sind des Weiteren sehr genügsame Beobachtungsobjekte, da sie zum einen tagaktiv, zum anderen die meiste Zeit schlafend oder auf der Jagd nach Robben verbringen. Ihre dicke Fettschicht und das einzigartige Fell der Eisbären erlauben es ihnen im eisigen Wasser zu jagen und das kälteste Klima problemlos zu überleben. Auch wird Eisbären eine gewisse Neugier nachgesagt, was sich dadurch äußert, dass sie oft den „Tundra Buggys“ ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und den Touristen somit faszinierende Einblicke gewähren.

Ein Einblick in die kanadische Arktis

Churchill ist ganz auf den Tourismus und die Bedürfnisse der Besucher eingestellt. Nahezu überall ist es möglich, sich über die Hauptattraktion der kleinen Stadt, die Eisbären, zu informieren.

Das Churchill Northern Studies Centre, eine freie Forschungseinrichtung, unterstützt Wissenschaftler, die sich mit der kanadischen Arktis und ihren Bewohnern befassen. Der in 1996 eröffnete Wapusk Nationalpark ermöglicht es zusätzlich dem Besucher, die Geburtsorte der Eisbären kennen zu lernen.

Doch nicht nur die Eisbären sind einen Besuch in Churchill wert. In den Sommermonaten lassen sich die arktischen Beluga-Wale beobachten, welche für ihre beeindruckende Intelligenz bekannt sind. Beluga-Wale werden auf Grund ihrer Farbe auch als Weißwale bezeichnet und leben ausschließlich in den Meeren um den Nordpol.

Auch ist es an der Hudson Bay möglich, die einzigartige Vogelwelt der kanadischen Arktis zu entdecken.

Fast ganzjährig ist zudem die farbenprächtige Aurora Borealis zu sehen, welche die Augen des Beobachters fesselt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Von der Dorset-Kultur zum Forscherparadies: Churchill

Etwa 600 v. Chr. siedelten sich Inuit der Dorset-Kultur in Churchill an. Diese waren für ihre Zeit kulturell erstaunlich hoch entwickelt. Ihre Spuren sind bis heute noch zu entdecken. Ab 1000 n. Chr. lebten im Gebiet der Hudson Bay Thule-Indianer, bis im Winter 1619 die ersten Europäer das Land entdeckten und kurz darauf besiedelten.

Zur logistischen Verbesserung des Pelzhandels errichtete die Hudson Bay Company 1717 den Churchill River Post. Diese zunächst hölzerne Befestigung bot den Pelzhändlern Schutz und Unterkunft, sowie eine Abgabestation für die lokalen Pelzjäger und -händler. Das am Churchill River errichtete Fort wurde zwei Jahre später zum Fort Prince of Wales umbenannt. Etwa zehn Jahre später, wurden die Strukturen mit Stein verstärkt. Französische Streitkräfte besetzten das Fort jedoch in 1782 und zerstörten es bis zu den Grundmauern. Mit der Erschliessung der Region um Churchill herum durch das kanadische Schienennetz, wurde auch der historische Wert dieser Befestigung erkannt und eine Restaurierung beschlossen. Das restaurierte Fort Prince of Wales ist für Kanada-Geschichtsinteressierte durch seine beeindruckend massive Bauweise und Sternenform einen Besuch wert.

Seit 1929 ist Churchill am Hudson Bay Railway, dem Schienennetz Manitobas, angeschlossen. Dies ermöglichte den Aufschwung der Stadt, welche auf Grund des Permafrost-Bodens und den damit verbundenen Problemen bis heute nicht mit dem Auto erreichbar ist.

In Churchill und der umgebenden Hudson Bay Gegend herrschen für die Tundra typische Temperaturen von im Sommer durchschnittlich 12° C. Im Winter sinkt das Thermometer auf bis zu -31° C. Zur Eisbären-Saison im Oktober und November wird es selten wärmer als 1° C, wodurch passende Kleidung ein wichtiger Bestandteil des Gepäcks Reisender sein sollte.

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