New Brunswick – Nouveau-Brunswick
New Brunswick, atlantisches Küstenparadies Kanadas
Hohe Küstenwellen und sanfte Flusstäler zeichnen diese Atlantik-Provinz mit den französischen Wurzeln Akadiens aus. New Brunswick ist die einzige Provinz, die offiziell zweisprachig ist.
New Brunswick (Neu-Braunschweig) ist die größte der drei kanadischen Atlantik-Provinzen mit einer Küsten- Panoramastraße, die den Urlaubern atemberaubende Ausblicke auf den Bay of Fundy bietet. Zu beobachten ist dort an den Hopewell Rocks das Naturwunder einer Fluthöhe des Meeres von weltweit einzigartigen 13 Metern. Im Nordenwesten grenzt New Brunswick an die Provinz Quebec und im Osten an Nova Scotia. Mit der Gründung im Jahr 1784 ist New Brunswick eine der ältesten Siedlungen Kanadas mit kulturellen Zeugen aus der Pionierzeit. Fredericton ist die eher beschauliche Haupt- und Universitätsstadt von New Brunswick (kurz NB) mit einer Architektur im viktorianischen Stil. Sie liegt in der schönen Umgebung des Saint John River, der die Provinz durchzieht. Die Urlauber spüren in New Brunswick die Kraft des Meeres. In der weltberühmten Bay of Fundy schwimmen verschiedene Walarten, Delfine und Tümmler.
New Brunswick – Anziehungspunkt im Atlantik seit Jahrhunderten
Der Reichtum an Fischen vor der Küste der Provinz New Brunswick zog bereits im 15. Jahrhundert baskische Fischer an. Im Jahr 1604 gingen die ersten französischen Siedler an Land und lebten mit den ansässigen Indianern in friedlicher Koexistenz. Aber die Briten und die Franzosen kämpften um die Vormachtstellung. Geblieben ist eine friedlichere Variante mit Französisch, sowie Englisch als offizieller Amtssprache, was sonst in keiner kanadischen Provinz vorkommt. Mild ist auch das Klima mit nicht zu heißen Sommern und einem trockenen August mit durchschnittlich 25 Grad Celsius. Die Frühlings- und Herbsttage sind schön, aber etwas kühler. So gelten die Monate Juni bis Oktober als ideale Reisezeit. Für die Anreise "in die Sommerfrische" stehen der Fredericton International Airport und Saint John Airport zur Verfügung. Der Trans-Canada-Highway führt von Quebec nach New Brunswick.
Die Stadt Saint John und das kanadische Seebad Saint Andrews
Die älteste und größte Stadt der Provinz New Brunswick ist Saint John, mit einem Market Square und einem Museum, das die geschichtlichen Hintergründe verdeutlicht. Nach Halifax ist Saint John der wichtigste Atlantik-Hafen Kanadas. In der Nähe von Caraquet wird in einem Museumsdorf dem „Village Historique Acadien“ mit Originalkostümen das Pionierleben der französischen Siedler (Akadier) wieder lebendig. Das älteste Seebad Saint John ist mit seiner eleganten Architektur im Kolonialstil und der Flaniermeile „Water Street“ immer noch ein beliebtes Urlaubsziel. Zum Baden lädt das warme Wasser am flach abfallenden Sandstrand von Northumberland Strait ein. Außerdem ist das Seebad der perfekt zur Beobachtung der Wale, auch des seltenen nördlichen Glattwals. Über die bekannte Brücke „Confederation Bridge“ ist New Brunswick mit Prince Edward Island verbunden. Die nahen Fundy Inseln sind ozeanische Paradiese.
National Parks mit Lachsen, Elchen und Sumpfwäldern
Der größte Teil der Provinz New Brunswick ist bewaldet und von zahlreichen Flüssen und Seen durchzogen. Wunderschön für Wanderungen und Radtouren sind die weiten Flusslandschaften des St. Lorenz-Stromes. Riesige Wildnisparks mit klaren Seen und Flüssen bieten Abenteuerlandschaften für Wildwasserfahrer, Angler und Segler. Von der Lodge am Miramichi River kann der Besucher den Elchen ziemlich nahe kommen.
In der Bay of Fundy ändern Flüsse ihre Richtung
Besucher sollten auf keinen Fall eine bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in der Provinz New Brunswick versäumen, die Stromschnellen „Reversing Falls Rapids“ im Mündungsgebiet des Saint John River. Von der entsprechenden Aussichtstelle aus kann der Besucher erkennen, dass der Fluss rückwärts fließt. Dieses Naturschauspiel basiert darauf, dass tagsüber die Flut in der Bucht of Fundy massiv Meerwasser in den Fluss drückt und ihm dadurch keine andere Wahl lässt, als seine Richtung zu ändern. Ein anderes aufregendes Erlebnis ist der enorme Tidenhub (13 Meter Unterschied zwischen Flutpegel und dem untersten Pegelstand bei Ebbe) an der Felswand des Bay of Fundy. Bei Ebbe kann man entlang der hohen Felwände auf dem Meeresboden spazieren, jedoch muss man sich vor der Flut rechtzeitig in Sicherheit bringen, da die Wassermassen die Felsen überspülen.